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Laissez-faire der OPEC höhlt Ölpreis weiter aus

Die Ölpreise haben weiter nachgegeben und näherten sich dem Tiefpunkt des Jahres 2015, nachdem ein OPEC-Treffen am Freitag keine Ziel-Fördermenge

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Laissez-faire der OPEC höhlt Ölpreis weiter aus

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Die Ölpreise haben weiter nachgegeben und näherten sich dem Tiefpunkt des Jahres 2015, nachdem ein OPEC-Treffen am Freitag keine Ziel-Fördermenge definiert hatte.

Meinung

Auf jeden Fall gibt es seitens der OPEC in den kommenden Monaten kaum Unterstützung für den Ölpreis

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete 42,75 Dollar, 25 Cent weniger als am Freitag.

Damit liegt der Preis unter der Wirtsdchaftlichkeitsschwelle (Break-even) vieler US-Schieferölproduzenten.

Etwa ein Drittel der Firmen, die ihre Anleihen dieses Jahr nicht bedienen konnten, kommen nach Medienberichten (“The Guardian”) aus dem Energiesektor. Viele Brancheninsider hatten sogar noch mehr Pleiten erwartet.

Offenbar halten viele Investoren an Projekten fest, bei denen sie zu aktuellen Preisen draufzahlen.

Das Ölkartell hatte sich abermals nicht auf eine Kürzung oder Deckelung der faktischen Produktion einigen können, was einige Mitgliedsländern gefordert hatten.

“Wir können derzeit keine Zahlen festlegen und haben beschlossen, die Entscheidung auf kommendes Jahr zu verschieben”, so OPEC-Generalsekretär Abdalla Salem El-Badri. Die Organisation hatte sich bei früheren Treffen 30 Millionen Barrel pro Tag als Förderziel gesetzt. Jüngst hatte das Ölkartell jedoch um die 32 Millionen Barrel pro Tag gefördert und damit zu einem erheblichen Überangebot auf dem Weltmarkt beigetragen. “Auf jeden Fall gibt es seitens der OPEC in den kommenden Monaten kaum Unterstützung für den Ölpreis”, so die Einschätzung der Commerzbank-Experten.

su mit Reuters, dpa