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Venezuela: Freudenfest zum Ende des Sozialismus

Nach sechzehn Jahren sozialistischer Mehrheit muss die Partei von Nicolas Maduro die Macht an die Opposition abgeben.

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Venezuela: Freudenfest zum Ende des Sozialismus

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Venezuela hat sich vom Sozialismus verabschiedet. Einen Tag nach der vernichtenden Wahlniederlage der Vereinigten Sozialistischen Partei Venezuelas trauen sich die Menschen in Caracas wieder auf die Straßen. Da sich die Auszählung der Stimmen am 6. Dezember bis nach Mitternacht hingezogen hatte, waren die Straßen in der Hauptstadt wie ausgestorben. Die Opposition freut sich über einen Neuanfang für Venezuela. Jetzt wird alles besser, so die Devise.

Meinung

Die Leute wollten einen Wandel, und jetzt ist er gekommen.

“Es ist Großartig. Die Leute wollten einen Wandel, und jetzt ist er gekommen”, freut sich ein Befürworter der Opposition.

Der bisherige Staatspräsident Nicolas Maduro muss nun bangen, dass die Opposition gar die absolute Mehrheit im Parlament erlangt. Die Auszählung ist noch nicht beendet, würde dem Demokratischen Wahlbündnis (MUD) aber eine 2/3 Mehrheit gelingen, könnte das für Maduro das Aus bedeuten. Seine Position ist stark angekrazt, auch im eigenen Lager.

Ramón Jáuregui, ein spanischer Abgeordneter des Europaparlament, erklärt, dass auch die EU froh über den Wahlausgang ist: “Eine von der Opposition dominierte Legislativversammlung würde die Beziehungen zur EU verbessern, weil wir in engem Kontakt mit dem Demokratischen Wahlbündnis (MUD) stehen. Sie bekommen die Unterstützung, die Europa allen Demokratien, die Menschenrechte achten, gewährt.”

Das demokratische Wahlbündnis feiert den historischen Sieg. Obwohl keiner genau weiß, was jetzt nach den Wahlen kommen wird, ist eines sicher: Das 16 Jahre alte Sozialismus-Projekt von Hugo Chávez ist Geschichte.

So reagierte das Netz auf den Sieg der venezolanischen Opposition: