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Syrische Oppositionsgruppen wollen Zusammenarbeit ausloten

Vertreter verschiedener syrischer Milizen wollen am Dienstag in der saudischen Hauptstadt Riad zusammenkommen, um dort Möglichkeiten für eine

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Syrische Oppositionsgruppen wollen Zusammenarbeit ausloten

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Vertreter verschiedener syrischer Milizen wollen am Dienstag in der saudischen Hauptstadt Riad zusammenkommen, um dort Möglichkeiten für eine verstärkte Zusammenarbeit auszuloten. Darunter sind auch verschiedene islamistische Milizen. Die Al-Nusra-Front und IS-Miliz sind jedoch nicht eingeladen.

Eine Koalition würde die zersplitterte syrischen Opposition militärisch und politisch stärken. Der mit dem Assad-Regime verbündete Iran, ein Erzrivale Saudi-Arabiens, kritisierte das Treffen scharf. Es schade der Suche nach einer politischen Lösung für Syrien, heißt es aus Teheran.

Die verschiedenen Milizen sind auch Rivalen um die Macht, die Zersplitterung bietet der syrischen Regierung und ihren Verbündeten zahlreiche militärische und politische Ansatzpunkte. In Homs gelang dem Assad-Regime durch Verhandlungen mit einer bewaffneten Splittergruppe einer kleiner taktischer Erfolg: Etwa 2000 Kämpfer wollen dort einen von ihnen gehaltenen Stadtteil freiwillig räumen, im Gegenzug für freies Geleit.

Die Regierung präsentiert den Fall als Beispiel für die Schlichtungspolitik der Regierung.
Das Abkommen sei ohne Beteiligung anderer Staaten ausgehandelt worden, so Talal Al-Barazi, der Gouverneur von Homs: “Die aktuelle internationale Atmosphäre hat die Implementierung von Übereinkünften aber beschleunigt und dazu beigetragen, dass es unter den jetzigen Umständen zu dieser Schlichtung kam.” Laut syrischen Regierungssprechern gelingen immer wieder einzelne solche Abkommen.