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Intime Momente mit Greg Gorman und Helmut Newton in Berlin

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Intime Momente mit Greg Gorman und Helmut Newton in Berlin

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Im Laufe der vergangenen drei Jahrzehnte hat US-Fotograf Greg Gorman einige der berühmtesten Menschen der Welt fotografiert. Darunter Hollywoodstars

Im Laufe der vergangenen drei Jahrzehnte hat US-Fotograf Greg Gorman einige der berühmtesten Menschen der Welt fotografiert. Darunter Hollywoodstars wie Leonardo DiCaprio, Julianne Moore sowie Rocklegenden wie Mick Jagger und Iggy Pop. Das Berliner Museum für Fotografie zeigt 25 großformatige Farbfotografien des 66-Jährigen in einer Ausstellung.

Meinung

Ich versuche vor dem Fotografieren so viel Zeit wie möglich mit den Menschen zu verbringen.

Die Fotos sind sehr intim. Wie schafft es der Künstler, das nötige Vertrauen herzustellen?

“Ich versuche vor dem Fotografieren so viel Zeit wie möglich mit den Menschen zu verbringen. Sodass wir auf einer Ebene sind, dass wir eine Verbindung herstellen und sie sich wohlfühlen. Ihr Vertrauen zu gewinnen ist wahrscheinlich eines der wichtigsten Dinge. Ich versuche, sie in die Shootings miteinzubeziehen, sodass sie das Gefühl haben, Teil des Teams zu sein. Und wenn sie sehen, was ich mache, ist es für sie ein bisschen einfacher, sich zu entspannen und sich zu öffnen”, so Greg Gorman.

Gorman ist besser bekannt für seine Schwarz-Weiß-Fotos, erstmals werden in Deutschland Farbfotos von ihm gezeigt. Zusammen mit den Gorman-Bildern werden Werke von Helmut Newton ausgestellt.

Newton wurde 1920 in Berlin als Sohn jüdischer Eltern geboren. Vor dem Aufstieg der Nationalsozialisten arbeitete er als Fotografie-Assistent in Berlin. Als die Nazis an die Macht kamen, floh seine Familie nach Australien. Nach dem Krieg kehrte er nach Europa zurück, arbeitete als Modefotograf für die “Vogue” in Paris und etablierte sich als einer der weltweit bekanntesten Mode- und Lifestyle-Fotografen.

“Es ist glaube ich der Mix, den er in die Magazine hineingebracht hat. Ganz unterschiedliche Ansätze, immer wieder überraschend und er ist, weil er so überraschend war, immer wieder neu gebucht worden, und zwar bis an sein Lebensende. Das ist sehr ungewöhnlich für andere Fotografen, wenn man das mal vergleicht mit auch anderen großen Namen in der Fotografie- oder auch Modefotografie-Geschichte”, so der Kurator Matthias Harder.

Die Ausstellung der beiden Künstler ist noch bis zum 22. Mai im Berliner Museum für Fotografie zu sehen.