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Lausanne: Sportgerichtshof CAS hebt Platinis FIFA-Sperre nicht auf

Der Einspruch von UEFA-Chef Michel Platini gegen seine 90-Tage-Sperre durch die FIFA wurde abgewiesen. Die höchsten Sportrichter in Lausanne sehen keinen Schaden für den Franzosen durch den Bann. Die

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Lausanne: Sportgerichtshof CAS hebt Platinis FIFA-Sperre nicht auf

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UEFA-Präsident Michel Platini bleibt vorübergehend suspendiert. Der höchste Sportgerichtshof CAS im schweizerischen Lausanne wies den Einspruch des Franzosen gegen die von der FIFA-Ethikkommission verhängte 90-Tage-Sperre ab. Die Sanktion führe “zu diesem Zeitpunkt nicht zu irreparablem Schaden für Michel Platini”, hieß es in der Urteilsbegründung der drei CAS-Richter.

CAS-Generalsekretär Matthieu Reeb erläuterte in Lausanne:

“Auch im Fall einer Aufhebung der Sperre hätte Michel Platini keine Garantie für eine Aufstellung zur Kandidatur für die FIFA-Präsidentschaft vor dem 5. Januar kommenden Jahres gehabt.”

Ob Platini durch die Annahme der umstrittenen Zwei-Millionen-Franken-Zahlung von FIFA-Chef Joseph Blatter im Jahr 2011 gegen die Ethikregeln des Fußball-Weltverbandes verstoßen oder sich gar der Korruption schuldig gemacht hat, war für den CAS nicht die Fragestellung.

Die FIFA-Ethikkommission hatte Platini am 7. Oktober für drei Monate für alle Fußball-Aktivitäten gesperrt. Über den Fall der Zahlung von zwei Millionen Schweizer Franken durch Blatter wird die rechtsprechende Kammer der FIFA-Ethikkommission vermutlich endgültig am 21 Dezember entscheiden. Zuvor stehen für Platini und Blatter noch Anhörungen vor dem Gremium an.

Durch die Aufrechterhaltung der Sperre darf Platini auch die Loszeremonie für die EM 2016 in Frankreich am kommenden Samstag in Paris nicht durchführen.