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Türkei: Mindestens zwei Tote bei Gefechten in Diyarbakir

Bei Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und kurdischen Jugendlichen im Südosten der Türkei kamen mindestens zwei Menschen ums Leben.

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In der Türkei sind die Proteste in der Stadt Diyarbakir im Südosten des Landes in Gewalt umgeschlagen. Zwei Menschen wurden erschossen, zwei weitere verletzt. Das bestätigte die örtliche Polizei. Die Beamten setzten Tränengas und Wasserwerfer ein, Jugendliche errichteten Barrikaden und warfen Steine.

Im Vorort Sur von Diyarbakir gilt seit mehr als einer Woche eine Ausgangssperre. Die Gefechte zwischen der Jugendorganisation der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und den Sicherheitskräften eskalierten, als die Polizei einen geplanten Protest gegen den Hausarrest verhinderte.

Nach Angaben von Anwohnern gibt es in der Stadt inzwischen keinen Strom mehr, die Lebensmittel werden knapp. Inzwischen ergreifen immer mehr Menschen die Flucht.

Seitdem im Juli der Waffenstillstand zwischen der kurdischen Arbeiterpartei PKK und der Regierung scheiterte, flammen die Konflikte in der Türkei immer wieder auf. Die Auseinandersetzungen forderten bereits hunderte Todesopfer.