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Iran: IAEA schließt Ermittlungen zu früheren Atomwaffenprogrammen ab

Fünf Monate nach Abschluss des Atomabkommens mit dem Iran hat die Internationale Atomenergiebehörde die Ermittlungen zu früheren iranischen

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Iran: IAEA schließt Ermittlungen zu früheren Atomwaffenprogrammen ab

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Fünf Monate nach Abschluss des Atomabkommens mit dem Iran hat die Internationale Atomenergiebehörde die Ermittlungen zu früheren iranischen Atomwaffenprogrammen abgeschlossen. Der Gouverneursrat der IAEA verabschiedete eine entsprechende Resolution.

In einem Bericht von Anfang Dezember hatte die Behörde bereits festgestellt, dass Teheran nie unmittelbar vor dem Bau einer Atombombe stand, bis 2003 aber geheim an der Herstellung von nuklearen Waffen forschte. Die IAEA habe jedoch “keine glaubhaften Anzeichen dafür gefunden, dass im Iran nach 2009 an der Entwicklung von Nuklearwaffen gearbeitet wurde”, so IAEA-Generalsekretär Yukiya Amano. “Zudem hat die Behörde keine belastbaren Hinweise dafür gefunden, dass im Zusammenhang mit möglichen militärischen Dimensionen des iranischen Atomprogramms nukleares Material versteckt umgeleitet wurde.”

Die IAEA wird Teherans Atomaktivitäten jedoch weiter überwachen. Unter anderem hat sich der Iran verpflichtet, die Zahl seiner Zentrifugen zur Urananreicherung und den Vorrat an bereits angereichertem Uran zu reduzieren. Der iranische IAEA-Botschafter Reza Najafi beeilte sich zu erklären, dass Teheran seine Verpflichtungen in den kommenden zwei oder drei Wochen erfüllen werde. Erst wenn die UN-Behörde dies bestätigt, sollen die Wirtschaftssanktionen gegen den Iran gelockert werden. Die fünf UN-Vetomächte und Deutschland hatten sich bei Abschluss des Abkommens im Sommer mit Teheran auf diese Vorgehensweise geeinigt.