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Flüchtlingskrise: Schule für 3000 syrische Mädchen in der Türkei eröffnet

Rund zwei Millionen syrische Flüchtlinge leben in der Türkei, gut die Hälfte davon sind Kinder. Viele gehen nicht zur Schule. Im Süden des Landes

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Flüchtlingskrise: Schule für 3000 syrische Mädchen in der Türkei eröffnet

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Rund zwei Millionen syrische Flüchtlinge leben in der Türkei, gut die Hälfte davon sind Kinder. Viele gehen nicht zur Schule.

Im Süden des Landes hat nun eine Schule hauptsächlich für Mädchen eröffnet. Eine Schülerin erzählt: “Wir lernen lesen, schreiben, Buchstaben und sowas.”

Die “My Life”-Schule wird durch die EU finanziert. Kinder, insbesondere Mädchen, sind von der Flüchtlingskatastrophe besonders schwer betroffen.

“Die Syrer sind Menschen, die besonderen Wert auf die Bildung legen und wir unterstützen das”, so Hansjörg Haber, EU-Botschafter in der Türkei. “Wir wollen nicht, dass diese Generation, die aus ihrer Heimat fliehen musste nun jahrelang darunter leidet, dass sie keine Bildung erhält. Wir wollen, dass sie in der Lage ist, Karriere zu machen und die Schule ist die Basis dafür.”

Rund 2000 Mädchen sollen in der Schule unterrichtet werden. Der UNICEF-Vertreter in der Türkei, Philippe Duamelle, erklärt: “Die Erfahrung hat gezeigt, dass Mädchen und junge Frauen besonderen Schutzes bedürfen. Sie sind häufiger sexueller Gewalt bzw. Ausbeutung und sexuellen Übergriffen ausgesetzt.”

Der euronews-Reporter berichtet: “Während sich die Krise in Syrien verschärft und keine Lösung in Sicht ist, rücken langfristige Flüchtlingsprojekte in den Mittelpunkt. Mit den neuen Finanzmitteln von der EU und der internationalen Gemeinschaft werden solche Einrichtungen mehr werden.”

Heranwachsende Mädchen nehmen auch an Führungstrainings und Lebenskundeunterricht teil. Das Ziel ist, sie zu befähigen, den Wandel im künftigen Syrien zu unterstützen.