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IS-Anhänger in Russland: Regierung will Eltern aufklären

Russland kämpft derzeit an zwei Fronten gegen die IS-Miliz, in Syrien – und zu Hause. Die Behörden des Landes haben nun eine Broschüre mit dem Titel

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IS-Anhänger in Russland: Regierung will Eltern aufklären

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Russland kämpft derzeit an zwei Fronten gegen die IS-Miliz, in Syrien – und zu Hause. Die Behörden des Landes haben nun eine Broschüre mit dem Titel “Die furchtbare Geschichte des IS “veröffentlicht. Das Heft soll Eltern dabei helfen festzustellen, ob ihr Kind von Dschihadisten angeworben wurde.

“Wir haben beobachtet, dass in letzter Zeit viele Atheisten konvertiert sind”, so die zuständige Projektleiterin, Jelena Sutormina. “Junge Menschen sind enttäuscht und es gibt eine trügerische Romantisierung, die einen Kampf zwischen Gut und Böse beschwört. Und das derjenige, der etwas für Allah getan hat, der Auserwählte ist. Doch diese Broschüre zeigt, in Wirklichkeit ist es ein Geschäft.”

Viele der in der Region rekrutierten Kämpfer stammen aus dem Nordkaukasus, vor allem aus Tschetschenien. Bis September diesen Jahres schlossen sich rund 2400 Menschen aus der Russischen Föderation dem sogenannten IS an.

Als Anzeichen für eine mögliche Rekrutierung nennt die Broschüre u.a. ein gesteigertes Interesse für religiöse Texte und die Verwendung islamischer Fachbegriffe.