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Der Bart ist wieder dran: Deutsche Experten haben Tutanchamun-Maske restauriert

Nach acht Wochen Arbeit kann die mehr als 3000 Jahre alte Maske des Pharaos Tutanchamun wieder im Ägyptischen Museum in Kairo bestaunt werden

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Der Bart ist wieder dran: Deutsche Experten haben Tutanchamun-Maske restauriert

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Nach acht Wochen Arbeit kann die mehr als 3000 Jahre alte Maske des Pharaos Tutanchamun wieder im Ägyptischen Museum in Kairo bestaunt werden. Deutsche Expertinnen und Experten hatten den Kinnbart fachgemäß wieder angebracht, nach dem dieser 2014 bei einer Reparatur der Vitrine abgebrochen war. Das Museumspersonal hatte ihn zunächst im Schnellverfahren so wieder angeklebt, dass eine Bruchstelle zu sehen war. Am schwierigsten sei es gewesen, den falsch angeklebten Bart wieder zu entfernen, so einer der Experten. Dafür musste die kostbare Maske erwärmt werden. Dann machten die Archäologinnen und Archäologen sich mit Holzspachteln an die Arbeit.

Meinung

Nur wenn man wirklich weiß, wie das Objekt damals hergestellt wurde, kann man es dem ursprünglichen Charakter gemäß restaurieren und erhalten.

“Es ist sehr wichtig, nicht nur einfach technisch korrekt zu restaurieren, sondern das Objekt und seinen ursprünglichen Charakter zu verstehen”, erläutert Stephan Seidlmayer, Direktor der Abteilung Kairo beim Deutschen Archäologischen Institut. “Man muss wissen, aus welchem Material es gemacht ist und die Techniken und Technologien der Antike zu kennen. Nur wenn man wirklich weiß, wie das Objekt damals hergestellt wurde, kann man es dem ursprünglichen Charakter gemäß restaurieren und erhalten.”