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Peru eröffnet Gedenkstätte für 70.000 Opfer der Guerilla-Konflikte

Es soll ein Schlusspunkt hinter die Geschichte sein: Peru hat eine Gedenkstätte für die Opfer des jahrzehntelangen Konflikts mit Guerillamilizen

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Peru eröffnet Gedenkstätte für 70.000 Opfer der Guerilla-Konflikte

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Es soll ein Schlusspunkt hinter die Geschichte sein: Peru hat eine Gedenkstätte für die Opfer des jahrzehntelangen Konflikts mit Guerillamilizen eingeweiht. Bis zu 70.000 Menschen starben seit den 60er Jahren, viele davon verschleppt oder ermordet durch links-revolutionären Untergrundorganisationen wie den Leuchtenden Pfad.

Weil er Gemeinden im Dschungel nicht ausreichend beschützt habe, trage der Staat dafür eine Mitverantwortung, sagte nun Präsident Ollanta Humala bei der Eröffnung des Museums. Humala war selbst als Offizier an Armeeeinsätzen die Guerillas beteiligt.

“Dieser Ort soll uns zusammenbringen. Er soll uns vereinen in dem Wissen, dass Terror wie dieser nie wieder geschehen darf”, so Humala. “Das Erinnern hilft dabei, eine Wiederholtung der Vergangenheit zu vermeiden.”

Zur Einweihungszeremonie der Gedenkstätte in der Hauptstadt Lima kamen auch Hinterbliebene aus 20 betroffenen Familien. Raida Condor verlor ihren Sohn: “Für mich ist dies ein Ort der Erinnerung an Menschen wie Armando, der verschwunden ist, ermordet wie so viele andere, viele Kinder.”

Die teilweise auch über die Grenzen Perus hinaus aktiven Guerillagruppen sind seit den 80er Jahren fast bis zur Bedeutungslosigkeit geschrumpft, auch aufgrund eines Amnestiegesetzes. Aber nicht alle Kämpfer haben aufgegeben: Erst Mitte dieses Jahres befreiten Regierungstruppen weitere drei Dutzend Geiseln aus einem Arbeitslager der Guerilleros, darunter zahlreiche Kinder.