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Eva-Maria Brem feiert in Courchevel - Marcel Hirscher gewinnt auch in Alta Badia

Hallo und herzlich Willkommen zu “Gravity”. Es gibt nicht viel Schnee in den Alpen, aber genug um die alpinen Wettbewerbe zu starten, zum Beispiel in

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Eva-Maria Brem feiert in Courchevel - Marcel Hirscher gewinnt auch in Alta Badia

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Hallo und herzlich Willkommen zu “Gravity”. Es gibt nicht viel Schnee in den Alpen, aber genug um die alpinen Wettbewerbe zu starten, zum Beispiel in Courchevel. Eva Maria Brem gewann den Riesenslalom und Lara Gut zeigte eine bemerkenswerte Leistung.

In Courchevel wurde mit rot-weiß-roten Fahnen gejubelt. Die Österreicherin Eva-Maria Brem setzte sich beim Riesenslalom mit 0,17 Sekunden Vorsprung auf die zeitgleichen Nina Løseth aus Norwegen und Lara Gut durch.

DieSchweizerin übernahm damit nach zuvor zwei Siegen am Wochenende die Gesamtführung von US-Star Lindsey Vonn.

Viktoria Rebensburg hat im alpinen Ski-Weltcup nur knapp den ersten Podestplatz nach mehr als zehn Monaten verpasst. Die Olympiasiegerin von 2010 belegte in Courchevel den vierten Rang und zeigt aufsteigende Tendenz.

Rebensburg, bei der zwei sechste Plätze als beste Ergebnisse in diesem Winter zu Buche stehen, fehlten nur 0,19 Sekunden auf das Podium. Zuletzt hatte Rebensburg im Februar beim Riesentorlauf in Maribor als Zweite einen Podestplatz eingefahren.

Lindsey Vonn hatte sich bei der Abfahrt in Val d’Isère am Samstag am linken Knie und den Adduktoren verletzt und ging das Rennen verhalten an. Die Amerikanerin fuhr in Courchevel nur auf Platz 13.

Die Wochenenden gehören zur Zeit Marcel Hirscher, der seit Anfang Dezember vier Siege einfahren konnte. Auch in Alta Badia war gewann der Österreicher den Riesenslalom.

An Ski-Star Hirscher führte auf der Gran Risa kein Weg vorbei. Der Österreicher feierte seinen 35. Weltcuperfolg und setzte damit ein klares Ausrufezeichen vor der am Montagabend in Alta Badia anstehenden Weltcup-Premiere des Parallel-Riesenslaloms.

Hirscher holte sich mit dem Sieg die Führung im Gesamtklassement vom Norweger Aksel Lund Svindal zurück. Dessen Landsmann Henrik Kristoffersen fuhr auf Rang 2, der Franzose Victor Muffat-Jeandet wurde Dritter.

Die deutschen Skirennfahrer um Felix Neureuther haben beim Riesenslalom von Alta Badia ein Spitzenresultat verpasst. Der Partenkirchener fiel nach Platz vier im ersten Lauf im Finale auf den achten Rang zurück und muss auf sein drittes Podest in dieser Weltcup-Saison warten.

Der Deutsche Skiverband konnte sich zwar nicht über einen Podestrang, dafür über alle vier Starter in den Punkterängen freuen.

Stefan Luitz fuhr als Zehnter sein siebtes Top-10-Ergebnis ein. Fritz Dopfer wurde 17. Dominik Schwaiger konnte mit Rang 19 über das beste Weltcup-Ergebnis jubeln.

Kristoffersen fuhr beim Riesenslalom in Alta Badia auf den zweiten Platz, Svindal und Jansrud wurden Erster und Dritter bei der Abfaht in Gröden, nach dem Hattrick beim Super-G.

Die Norweger liefern beeindruckende Ergebnisse. Unser Experte, der ehemalige Olympiasieger Franck Piccard glaubt zu wissen, warum.

Das Geheimnis der Norweger besteht darin, den alpinen Skisport in seiner ganzen Breite zu erfassen. Skifahren ist für sie nicht nur eine Frage der Geschwindigkeit und der Technik.

Es geht bei den Norwegern darum, die ganze Komplexität des Sports zu berücksichtigen und die Fahrer für alle alpinen Wettbewerbe zu schulen. Darüber hinaus arbeiten sie hart im Training.

Alle Skifahrer die jetzt auf der Tour präsent sind, kommen aus dieser Schule. Damals waren es Lasse Kjus und Kjetil André Aamodt, heute sind es Svindal und Jansrud.

Wir gehen nun 40 Jahre zurück, zu einem ganz besonderen Rennen des Weltcups im Jahr 1975. Vor dem letzten Rennen, einem Parallel-Riesenslalom in Gröden, lagen drei Fahrer punktgleich an der Spitze.

Der Südtiroler Slalom- und Riesenslalom-Spezialist Gustav Thöni gehörte in den 1970er Jahren zu den erfolgreichsten Rennläufern überhaupt.

Er gewann viermal die Gesamtwertung des Skiweltcups, wurde vier Mal Weltmeister und gewann bei Olympischen Spielen drei Medaillen.

Vor dem letzten Rennen der Saison 1975 in Gröden, lagen Gustav Thöni, Ingemar Stenmark und Franz Klammer punktgleich an der Spitze der Gesamtwertung.

Im Finale setzte sich Thöni gegen Stenmark durch und gewann zum vierten Mal den Gesamtweltcup. Nach seinem Rücktritt vom Spitzensport feierte er als Cheftrainer der italienischen Nationalmannschaft zahlreiche weitere Erfolge.