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Omans vielseitiges kulturelles Erbe

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Omans vielseitiges kulturelles Erbe

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Alte Festungen, beeindruckende Moscheen und architektonische Schmuckstücke gehören zu den Wahrzeichen Omans und spiegeln seine reiche Vergangenheit

Alte Festungen, beeindruckende Moscheen und architektonische Schmuckstücke gehören zu den Wahrzeichen Omans und spiegeln seine reiche Vergangenheit und Gegenwart wider. Reporterin Katharina Kaun entdeckt in dieser Ausgabe von “Oman Life” das kulturelle Erbe des Landes. Die Reise beginnt auf der Festung Bahla, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.

Es ist ein beeindruckender Ausblick auf die Oase Bahla. Ihre Festung ist Zeuge einer reichen Geschichte und ein herausragendes Beispiel für eine befestigte Oasensiedlung aus dem Mittelalter. Das imposante Fort florierte ab dem 12. Jahrhundert.

“Die Festung Bahla gehört zu den ältesten in Oman”, erklärt Historiker Masoud Al Yazidi. “Bahla war einst die Hauptstadt des Landes – von hier aus regierte die Nabhani-Dynastie rund 500 Jahre lang.”

Zu dieser Zeit lebten die Menschen innerhalb der Festungsmauern. Die meisten der Häuser waren miteinander verbunden und innen reich verziert. Historiker Masoud Al Yazidi erklärt: “In den Häusern gab es Nischen, die wir Rosanna nennen. Die Leute haben hier ihr Parfüm hingestellt oder auch Kerzen und Laternen. So strömte Licht in den Raum.”

Wir lassen die Oase hinter uns und machen uns auf den Weg in die Hauptstadt Maskat, die sich zwischen das Meer und raue Berge schmiegt. Mit seiner orientalischen Architektur stellt die Stadt eine besondere Mischung aus Tradition und Moderne her.

Für die Malerin Halima Albulushi, die zur aufstrebenden Generation von zeitgenössischen Künstlern gehört, ein inspirierender Ort. “Wenn ich Maskat in Farben beschreibe, wähle ich weiß, denn alles ist hier in Weiß gehalten. Vor allem die Häuser sind weiß und ich wähle auch Brauntöne. Diese finden sich in den Fenstern, Türen und den Bergen und natürlich auch die Farbe blau für das Meer.”

Die Farben der Stadt scheinen sich auch in dem beeindruckenden Marmor der Sultan Qaboos-Moschee widerzuspiegeln – eines der besonderen Wahrzeichen der Metropole. Sie bietet Raum für 20.000 Gläubige und gehört zu den größten weltweit.

“Die Moschee stellt eine architektonische Mischung aus westlichen, östlichen und zentralasiatischen Einflüssen dar”, erklärt Reiseführer Badar Al Dhuhli.

Zu den Höhepunkten der Moschee gehört der opulente Kristallleuchter. Er ist 14 Meter hoch, wiegt ganze acht Tonnen und trägt mehr als 1.100 Lampen. Er erleuchtet die große Gebetshalle, ein Ort der Spiritualität und von großer Bedeutung für die Menschen hier. “Darauf sind wir stolz, dass die Moschee die omanische Identität darstellt”, fügt Reiseführer Badar Al Dhuhli hinzu.

Ein weiteres Beispiel für die kulturelle Identität des Landes ist der berühmte Souk mit seinen labyrinthischen Gängen. Er gehört zu den ältesten Märkten Omans und ist für seine Handwerkskunst bekannt.

Es herrscht eine geschäftige Atmosphäre – mit einem Duft von Weihrauch in der Luft. Akhtar Al Balushi hat seit vielen Jahren ein eigenes Geschäft im Souk: “Der Mutrah-Souk ist ein Ort, an dem die Menschen zusammenkommen, wo alt und jung sich treffen, Kaffee trinken und sich unterhalten.”

Die Vision für die kulturelle Zukunft des Landes ist besonders im Royal Opera House spürbar – ein Opernhaus von Weltklasse – Jonas Kaufmann, Plácido Domingo und Renée Flemming – sie alle haben hier schon gesungen.

Seit 2011 präsentiert das Juwel zeitgenössischer Architektur ein vielseitiges Programm – von Oper, Ballett und Jazz bis hin zu arabischer Musik.

Generaldirektor Umberto Fanni hat eine Vision: “Das Royal Opera House Maskat schlägt eine Brücke zwischen den verschiedenen Kulturen und möchte der Nachwuchsgeneration die Möglichkeit bieten, ihre Traditionen kennenzulernen, aber auch in die Zukunft zu blicken.”

Das war unsere Reise – durch die Naturwunder des Landes, das faszinierende kulturelle Erbe und die vielseitige Unterwasserwelt. Alle Reportagen unserer Serie „Oman Life“ finden Sie auf unserer Internetseite.