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Nach Boko-Haram-Angriffen droht Hungersnot im Tschad

Im Tschad, in Zentralafrika, droht nach mehreren Angriffen der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram eine Hungersnot. Das Welternährungsprogramm der

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Nach Boko-Haram-Angriffen droht Hungersnot im Tschad

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Im Tschad, in Zentralafrika, droht nach mehreren Angriffen der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram eine Hungersnot. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) warnt, dass die Situation in manchen Regionen katastrophal sei. Mehr als 5,5 Millionen Menschen haben nicht genug zu essen.

Meinung

Die Menschen lassen alles zurück. Ihre Lebensmittelvorräte, ihre diesjährige Ernte, ihre Kleider, ihre Werkzeuge und ihre Fischernetze. Der Großteil der Menschen ist allein auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Die Milizen von Boko Haram greifen immer öfter Nigerias Nachbarländer an, seit diese das nigerianische Militär unterstützen. Zuletzt mordeten und plünderten die Islamisten in mehreren Dörfern.

Alexis Masciarelli, Sprecher des WFP, erklärt: “Hier im Tschad, in der Region der großen Seen, hat das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen seinen Einsatz ausgeweitet. Immer mehr Flüchtlinge kommen hier an. Sie fliehen vor der Gewalt auf den Inseln in der Nähe der Grenze zu Nigeria. Die Menschen lassen alles zurück. Ihre Lebensmittelvorräte, ihre diesjährige Ernte, ihre Kleider, ihre Werkzeuge und ihre Fischernetze. Der Großteil der Menschen ist allein auf humanitäre Hilfe angewiesen.”

Hunderttausende Menschen sind in der Region auf der Flucht, vor allem Frauen und Kinder. Die Männer wurden entweder getötet oder sind ins Ausland gegangen, um Arbeit zu suchen.

Nach Angaben der UNO gehen im umkämpften Nordosten Nigerias und in den Nachbarländern mehr als eine Million Kinder nicht mehr zur Schule. Hunderte Schulen wurden zerstört und wenn sie noch stehen, trauen sich die Eltern nicht, ihre Kinder hinzuschicken. Die Islamistenmiliz Boko Haram greift immer wieder auch Schüler an.