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Brunei verbietet Weihnachtsfeiern – fünf Jahre Gefängnis drohen

Staat treibt strenge Auslegung der Scharia voran

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Brunei verbietet Weihnachtsfeiern – fünf Jahre Gefängnis drohen

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Weihnachten soll ausfallen, zumindest für die Menschen in Brunei. Das kleine Sultanat auf der südostasiatischen Insel Borneo mit nur einer halben Million Einwohnern hat beschlossen, seinen christlichen Bürgern (und allen anderen) Weihnachtsfeierlichkeiten in der Öffentlichkeit zu verbieten.

Der Islam ist in Brunei Staatsreligion, aber auch Katholiken und Anhänger traditioneller südostasiatischer Religionen leben dort.

Alleine schon das Tragen von Weihnachtsmann-Mützen sei verboten, berichtet die Nachrichtenseite Channel NewsAsia. Die Strafe für Vergehen gegen das Weihnachtsverbot betrage fünf Jahre Gefängnis.

Hinter verschlossenen Türen dürfen Christen noch Weihnachten feiern. Doch Brunei hat mit dem Vorstoß vielleicht mehr Öffentlichkeit erlangt, als es den Machthabern lieb ist. Im Internet verbreiten sich unter dem Hashtag #MyTreedom Bilder von Weihnachtsbäumen. und Solidaritätsbekundungen Die Bilder stammen oft aus Ländern, in denen eine offene Ausübung des christlichen Glaubens ebenfalls nicht selbstverständlich ist. Es sind Fotos des Mitgefühls mit den Christen in Brunei, aber auch Trotz und Protest schwingt in den Nachrichten mit, die aus Saudi Arabien, Syrien oder einfach aus Europa geschickt werden.

Der Sultan von Brunei hatte 2014 damit begonnen, strenge Gesetze basierend auf der islamischen Scharia einzuführen. Damit gehen auch weitere Einschränkungen der Religionsfreiheit in dem Staat einher, kritisiert die Menschenrechtsorganisation Amnesty International.

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