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Kämpfe im Südosten der Türkei gehen weiter

Die Gefechte im Südosten der Türkei zwischen der Armee und Kämpfern der kurdischen Arbeiterpartei PKK gehen mit unverminderter Härte weiter. Einer

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Kämpfe im Südosten der Türkei gehen weiter

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Die Gefechte im Südosten der Türkei zwischen der Armee und Kämpfern der kurdischen Arbeiterpartei PKK gehen mit unverminderter Härte weiter. Einer der Schwerpunkte der Armee-Angriffe war erneut die Stadt Cizre an der Grenze zu Syrien.

Die Offensive des Militärs in der Region läuft seit acht Tagen. Ziel ist die Zerschlagung der PKK. Nach Angaben der Regierung wurden bisher knapp 170 PKK-Kämpfer getötet..Die kurdische Partei HDP sprach von mindestens 24 toten Zivilisten.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte, “der Kampf gegen diese separatistische Terrororganisation wird von uns bis zum Ende weitergeführt.“

Ein weiterer Schwerpunkt der Kämpfe ist die größte Stadt der Region, Diyarbakir. Dort kam bei einem Bombenanschlag nach Angaben des Militärs ein Soldat ums Leben, sieben Menschen wurden verletzt.Das Militär hatte über weite Teile der Stadt tagelange Ausgangssperren verhängt. Gegen Demonstranten ging die Polizei mit Wasserwerfern und Tränengas vor.

Die PKK, die in der Türkei, der Europäischen Union (EU) und den USA als terroristische Organisation gilt, kämpft seit drei Jahrzehnten für einen eigenen Kurdenstaat. Vor zwei Jahren einigte sie sich mit der türkischen Regierung auf einen Waffenstillstand. Nachdem bei der Wahl im Juni die HDP ins Parlament eingezogen war und die AK-Partei von Erdogan die absolute Mehrheit verloren hatte, ging die Armee wieder gewaltsam gegen die PKK vor. Daraufhin erklärte die PKK, sie halte sich auch nicht mehr an den Waffenstillstand.