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Französische Wintersportorte bitten Einheimische aufs Skifahren zu verzichten

Das frühlingshafte Weihnachtswetter treibt in den französischen Alpen seltene Blüten. Weil in den Wintersportorten nicht genug Schnee liegt, sind zur

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Französische Wintersportorte bitten Einheimische aufs Skifahren zu verzichten

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Das frühlingshafte Weihnachtswetter treibt in den französischen Alpen seltene Blüten. Weil in den Wintersportorten nicht genug Schnee liegt, sind zur Zeit nur knapp die Hälfte der Pisten befahrbar. Damit es in der Hochsaison um Weihnachten nicht zum Stau an den Liften und auf den Pisten kommt, haben die Tourismusmanager die Einheimischen gebeten, aufs Ski fahren zu verzichten. Nicht alle begünstigten Touristen finden das gut:

Meinung

Lächerlich, als ob man die Pariser auffordern würde, über Weihnachten nicht die Ringautobahn zu benutzen, damit die Touristen keine Probleme haben

“Das ist lächerlich, als ob man die Pariser auffordern würde über Weihnachten nicht die Ringautobahn zu benutzen, damit die Touristen keine Probleme haben”, meint ein Pariserin.

“Es ist doch genug Platz für alle. Die richtig guten Ski-Fahrer sind so schnell, da gibt es keine Probleme”, findet ein anderer.

“Ich finde das gut, die Einheimischen können hier doch viel öfter Ski fahren als wir”, findet ein anderer.

Die Einheimischen und die Saisonarbeiter, für die der Wintersporttourismus ein wichtiger Einnahmefaktor ist, haben keine Probleme mit dem Pistenverzicht:

“Wir leben vom Ski-Tourismus, wir können ihnen die Pisten überlassen”, sagt ein Kellner.

“Ich kann vier Monate lang Ski fahren, manchmal fünf, da können die Touristen, die nur für eine Woche hier sind die Pisten haben”, meint ein einheimischer Skifahrer.

Für die Wintersportorte Saint Martin de Belleville, Les Menuires und Val Thorens, die die Idee mit dem Pistenverzicht für Einheimische hatten, dient das ganze nicht nur als Mittel, um die Lage auf den Pisten in diesem Jahr zu entspannen, sondern auch als Werbung für den kommenden hoffentlich schneereicheren Winter.