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Weihnachten im Heiligen Land? Nur wenige Touristen in Bethlehem

In Bethlehem bleiben in diesem Jahr zu Weihnachten die Touristen aus. Nur 40 Prozent der Hotels seien ausgebucht, so die Bürgermeisterin Vera Babun

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Weihnachten im Heiligen Land? Nur wenige Touristen in Bethlehem

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In Bethlehem bleiben in diesem Jahr zu Weihnachten die Touristen aus. Nur 40 Prozent der Hotels seien ausgebucht, so die Bürgermeisterin Vera Babun. Grund sei die andauernde Welle der Gewalt in Israel und den Palästinensergebieten.

Eine belgische Touristin erklärt, warum sie trotzdem ihr Weihnachten in Bethlehem verbringt:
“Es ist natürlich ein sehr besonderer Ort, weil Jesus hier geboren wurde. Zu Weihnachten hier zu sein, ist etwas Besonderes.”
In Bethlehem steht die Geburtskirche, eines der ältesten Gotteshäuser der Welt. Nach christlichem Glauben soll sie an jenem Ort errichet worden sein, an dem Jesus geboren wurde.

Unterdessen haben die palästinensischen Sicherheitskräfte ihre Präsenz im Westjordanland erhöht. Fahrzeuge und Personen werden untersucht, bevor sie nach Bethlehem einreisen dürfen. Damit sollen Christen und Pilger aus aller Welt, die Weihnachten im Heiligen Land begehen, geschützt werden. Auch die Feierlichkeiten werden in diesem Jahr vergleichsweise zurückhaltend ausfallen.

Rula Maaya, die palästinensische Ministerin für Tourismus erklärte:
“Das ist der Geburtsort des “Friedenskönigs” und das wollen wir: Frieden. Frieden, wie alle anderen Nationen der Welt, und unsere Botschaft an die Welt ist “Frieden”. Alles, was wir zu Weihnachten wollen ist Gerechtigkeit.”

Seit Anfang Oktober werden die Beziehungen zwischen Israel und den Palästinensern durch eine Welle der Gewalt belastet. Bisher sind mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen. Erst gestern hatte es eine weitere Messerstecherei am Jaffa-Tor in Jerusalem gegeben. Dabei hatten zwei Palästinenser auf Passanten eingestochen, sie waren daraufhin von der Polizei erschossen worden.