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Nicht verwandt: Argentinierin ist doch keine "Enkelin der Plaza de Mayo"

Es wäre eine schöne Weihnachtsbotschaft gewesen: Enkelin und Großmutter finden nach 39 Jahren wieder zusammen. Doch der Traum ist nun zerplatzt

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Nicht verwandt: Argentinierin ist doch keine "Enkelin der Plaza de Mayo"

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Es wäre eine schöne Weihnachtsbotschaft gewesen: Enkelin und Großmutter finden nach 39 Jahren wieder zusammen. Doch der Traum ist nun zerplatzt. Diese beiden Frauen sind nicht verwandt.

Zu früh gefreut hatte sich die 92-jährige Maria Isabel Chorobik de Mariani als sich am Heiligen Abend bei ihr eine Frau als ihre verschollene Enkelin Anahi vorstellte. Doch der vorgelegte DNA-Test wurde nun durch zwei amtliche Gegentests widerlegt.

“Frau Mariani ist sehr traurig darüber und wir sorgen uns ernsthaft um ihre Gesundheit”, so Marianis Biograf Juan Martin Ramos Padilla. “Sie hat uns gebeten mit Ihnen zu sprechen. Wir sollen ausrichten, wie dankbar sie allen ist, die ihr gute Wünsche geschickt haben. Sie wird weiter kämpfen”, so Padilla.

Tausende Menschen wurden während der Militärdiktatur in den 70er und 80er Jahren ermordet und deren Kinder anonym zur Adoption freigegeben. Die Organisation Großmütter der Plaza de Mayo sucht noch immer 400 verschwundene Kinder, bisher wurden 119 gefunden. Ob Anahi noch lebt, ist weiter unklar.