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Indien sagt Smog den Kampf an

Seit Neujahr gelten wegen der dramatischen Luftverschmutzung in Indiens Hauptstadt Neu Delhi weitreichende Fahrverbote. Smog statt Schnee an

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Seit Neujahr gelten wegen der dramatischen Luftverschmutzung in Indiens Hauptstadt Neu Delhi weitreichende Fahrverbote.

In den kommenden zwei Wochen dürfen abwechselnd nur Autos mit geraden oder ungeraden Nummern-Kennzeichen in der 17-Millionen-Metropole fahren. Verstöße werden mit empfindlichen Geldstrafen von umgerechnet 28 Euro geahndet. Zum Vergleich: Eine rote Ampel zu überfahren kostet dagegen gerade Mal umgerechnet 1,40 Euro.

“Wir hoffen, dass die Menschen mitmachen, “ erzählt ein Mann, der an diesem Tag fahren darf. “Wenn die Zahl der Autos auf Delhis Straßen halbiert wird und die Menschen Maßnahmen wie Carsharing und verschiedene Arten von öffentlichem Transport nutzen, dann sollte das etwas bringen.”

Die Lokalregierung setzte 3000 zusätzliche Busse ein und forderte die
Stadtbewohner auf, Fahrgemeinschaften zu bilden. So schienen heute die Straßen weniger verstopft zu sein als sonst, was wohl auch daran liegen könnte, dass Schulen und Geschäfte geschlossen waren.

Trotzdem blieb der Smog zunächst über der Stadt hängen, und die Schadstoffbelastung erreichte weiterhin das Zehnfache des von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Grenzwertes.

Autos mit Hybrid- oder Gasantrieb dürfen nach der neuen Regelung weiterhin fahren. Auch Feuerwehr, Polizei und Krankenwagen sind von der Regelung ausgenommen, Ebenso allein fahrende Frauen, um sie vor Belästigungen in öffentlichen Verkehrsmitteln zu schützen.

Im Kampf gegen den Smog sollen auch mehrere kohlebetriebene Kraftwerke geschlossen und die staubbedeckten Straßen gereinigt werden.