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Berlin "bestürzt" über Exekutionen: "Entwicklung in Saudi-Arabien alarmierend"

Als mutmaßliche Vergeltung für die Hinrichtung des höchsten schiitischen Geistlichen in Saudi-Arabien sind im Irak mindestens zwei sunnitische

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Berlin "bestürzt" über Exekutionen: "Entwicklung in Saudi-Arabien alarmierend"

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Als mutmaßliche Vergeltung für die Hinrichtung des höchsten schiitischen Geistlichen in Saudi-Arabien sind im Irak mindestens zwei sunnitische Moscheen angegriffen worden. In der Stadt Hilla südlich von Bagdad wurden dabei drei Menschen verletzt.

Meinung

Wir benötigen Stabilität im Nahen Osten

Nach einem Angriff auf die saudische Botschaft in Teheran hatten Saudi-Arabien und Bahrain die diplomatischen Beziehungen zum Iran abgebrochen.

Mehrere Regierungen in Europa, darunter Großbritannien, Frankreich und Deutschland, kritisierten die insgesamt 47 Exekutionen in Saudi-Arabien.

Der britische Premierminister David Cameron erklärte:

“Wir benötigen Stabilität im Nahen Osten. Wir wünschen uns gute Beziehungen zwischen den unterschiedlichen Nationen in Nahost. Diese sind auch unbedingt notwendig, um die Krise in Syrien zu lösen, die der Grund für viele dieser Konflikte ist.”

Die Opposition und zahlreiche Medien kritisierten Cameron für seine späte Reaktion auf die Hinrichtungen

Der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, die Bundesregierung habe die Exekutionen mit Bestürzung zur Kenntnis genommen. Die Hinrichtung des schiitischen Regime-Kritikers habe zudem das Potenzial, religiöse und politische Spannungen in der Region zu verschärfen. Zur Zeit würden keine Sanktionen gegen Saudi-Arabien ins Auge gefasst.

Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel will jedoch Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien künftig noch genauer unter die Lupe nehmen. Sein Sprecher Adrian Toschev erklärte:

“Die letzten Entwicklungen in Saudi-Arabien sind alarmierend. Herr Seibert hat die ablehnende Haltung der Bundesregierung zur Todesstrafe deutlich gemacht. Wir verfolgen die Entwicklung auch in Bezug auf den Rüstungskontrollexport.”

Russland ist offenbar bereit, in dem Konflikt zwischen Saudi-Arabien und dem Iran zu vermitteln. Das berichtete die russische Agentur Interfax unter Berufung auf Quellen im Moskauer Außenministerium.

Demnach äußerte die russische Regierung ihre tiefe Besorgnis über die Zuspitzung des Konflikts. Man sei immer für eine Annäherung zwischen Teheran und Riad eingetreten. Allerdings habe noch keine Seite Russland deswegen angesprochen.