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Schwache Industriedaten - Chinaböller erschreckt Börsen weltweit

Der Börsencrash in China – ausgelöst von schwachen Industriedaten – sorgte auch in New York für schlechte Stimmung unter Anlegern. Der

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Schwache Industriedaten - Chinaböller erschreckt Börsen weltweit

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Der Börsencrash in China – ausgelöst von schwachen Industriedaten – sorgte auch in New York für schlechte Stimmung unter Anlegern.

Meinung

Es sind immer wieder die gleichen Ängste, die schon im vergangenen Jahr auf den Finanzmärkten lasteten

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging mit einem Minus von 1,1 Prozent bei 17.236 Punkten in den Handel. Mit bis zu gut 2,5 Prozent Einbuße sah es zeitweise nach dem miesesten Jahresauftakt seit 84 Jahren aus. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 1,1 Prozent auf 2021 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel 2,2 Prozent auf 4896 Stellen.

Dax und EuroStoxx50 brachen um 4,3 und 3,3 Prozent ein.

In China war der Aktienhandel am Morgen vorzeitig beendet worden, nachdem sich die Verluste des Shanghai-Composite auf sieben Prozent aufgetürmt hatten.

Jasper Lawler, CMC Markets, London:

“Viele hatten einen leichten Anstieg des chinesischen Einkaufsmanagerindex im Dezember erwartet. Tatsächlich ging er aber ziemlich stark nach unten. Es sind immer wieder die gleichen Ängste, die schon im vergangenen Jahr auf den Finanzmärkten lasteten. Dass nämlich, die Verlangsamung der chinesischen Wirtschaft die mit ihr verflochtenen Industrien bremsen könnte.”

Verantwortlich für die miese Stimmung auf dem Börsenparkett waren vor allem schwache Daten aus der chinesischen Industrie – die Produktion schrumpfte im Dezember den zehnten Monat in Folge.

China, einer der wichtigsten Handelspartner Deutschlands, steuert nach jahrelangem Boom auf das schwächste Wachstum seit einem Vierteljahrhundert zu.

Die Regierung hatte für 2015 ein Plus von sieben Prozent anvisiert – nach 7,3 Prozent im Jahr davor. Ökonomen erwarten für 2016 nur noch 6,5 Prozent.

Zu schaffen machten den Anlegern auch die Spannungen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran. Saudi-Arabien hatte am Sonntag die diplomatischen Beziehungen zum Iran abgebrochen, nachdem das sunnitische Königreich Saudi-Arabien einen ranghohen schiitischen Geistlichen hatte hinrichten lassen und der Streit zwischen den beiden Ländern eskaliert war.

Öl wurde billiger. Der Euro geriet unter Druck, der Yuan fiel auf den niedrigsten Wert seit April 2011.

su mit Reuters, dpa