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Eurozone: Kaum neue Preisschilder

Trotz der Geldflut der Europäischen Zentralbank (EZB) bleibt die Geldentwertung in der Euro-Zone kaum wahrnehmbar. Die Preise zogen im Dezember nur

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Eurozone: Kaum neue Preisschilder

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Trotz der Geldflut der Europäischen Zentralbank (EZB) bleibt die Geldentwertung in der Euro-Zone kaum wahrnehmbar. Die Preise zogen im Dezember nur um 0,2 Prozent an, so das Europäische Statistikamt.

Meinung

Die EZB wird ihr Pulver wohl vorerst trocken halten

Damit fiel die Jahresteuerung genauso niedrig aus wie im Vormonat und noch einen Tick schwächer als von Experten erwartet. Im Sog des Ölpreisverfalls verbilligte sich Energie um 5,9 Prozent, während Nahrungsmittel (plus 1,2 Prozent) und Dienstleistungen (plus 1,1 Prozent) moderat zulegten. Die Daten befeuerten die Spekulationen auf eine noch lockerere Geldpolitik. Der Euro blieb auf Talfahrt und verlor mehr als einen halben US-Cent auf 1,0760 Dollar. Die EZB strebt mittelfristig knapp zwei Prozent Teuerungsrate an, die sie optimal für die Konjunkturentwicklung findet.

Der EZB-Rat hatte seine Politik erst Anfang Dezember weiter gelockert – jedoch weniger deutlich als erwartet. Das jetzt auf 1,5 Billionen Euro angelegte Wertpapierkaufprogramm, das neben Anleihen auch Pfandbriefe und Hypotheken-Papiere umfasst, soll nun bis mindestens Ende März 2017 laufen. Experten rätseln nun, ob die EZB bald nachlegt, nachdem die US-Notenbank Fed die Zinswende gerade erst eingeläutet hat.

“Eine weitere Lockerung der Geldpolitik bleibt auf der Tagesordnung”, meint Ökonom Christoph Weil von der Commerzbank. EZB-Beobachter Teunis Brosens von ING-DiBa rechnet jedoch zunächst nicht mit einer weiteren Öffnung der Geldschleusen, solange es konjunkturell aufwärts geht: “Die EZB wird ihr Pulver wohl vorerst trocken halten.”

su mit Reuters