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Ölmarkt steckt Konflikt zwischen Iran und Saudi-Arabien weg

Die diplomatischen Auseinandersetzungen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran haben den Ölpreis nur kurzfristig nach oben gedrückt. Dann gab er leicht

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Ölmarkt steckt Konflikt zwischen Iran und Saudi-Arabien weg

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Die diplomatischen Auseinandersetzungen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran haben den Ölpreis nur kurzfristig nach oben gedrückt. Dann gab er leicht nach auf 36,96 Dollar je Barrel Brent – weniger als zu Jahresschluss 2015.

Meinung

Offensichtlich erwarten die Marktteilnehmer nicht, dass es zu Angebotsunterbrechungen kommt

Kommentar aus der Commerzbank: “Offensichtlich erwarten die Marktteilnehmer nicht, dass es zu Angebotsunterbrechungen kommt.”

Beide Staaten liefern zusammen knapp 40 Prozent des OPEC-Öls und ziehen bei der Ölproduktion an einem Strang: Saudi-Arabien will über hohe Mengen und niedrige Preise US-Schieferölproduzenten kleinkriegen.

Und der Iran will die Hähne aufdrehen, sobald die Sanktionen gegen ihn fallen – in zwei Stufen von je einer halben Million Barrel pro Tag, insgesamt ein Drittel mehr als gegenwärtig.

Der Iran und Saudi-Arabien gehörten 1960 zu den fünf Gründungsmitgliedern der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC, Organization of the Petroleum Exporting Countries).

Seit ihrer November 2014, als Produktionseinschnitte abgelehnt wurden, um die Preise zu stabilisieren, hat die OPEC die Produktion um knapp 1,40 Millionen Barrel pro Tag gesteigert – auf mindestens 31,5 Millionen Barrel. Nach Reuters-Statistik ist man nun nicht mehr weit weg von der Menge im vergangenen Juli – 31,88 Millionen Barrel pro Tag, dem höchsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen 1997. Auch Anfang Dezember wurde keine Förderobergrenze beschlossen.

su mit dpa