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Tragödie vor türkischer Küste: Boote mit Migranten gekentert

Beim Kentern zweier mit Flüchtlingen und Migranten besetzter Boote vor der türkischen Mittelmeerküste sind mindestens zwei Dutzend Menschen ums Leben

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Tragödie vor türkischer Küste: Boote mit Migranten gekentert

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Beim Kentern zweier mit Flüchtlingen und Migranten besetzter Boote vor der türkischen Mittelmeerküste sind mindestens zwei Dutzend Menschen ums Leben gekommen, darunter mehrere Kinder.

Meinung

Das Boot soll auf Felsen geprallt sein

Die Schlauchboote waren vermutlich auf dem Weg zur griechischen Insel Lesbos in Seenot geraten. Nach Angaben der türkischen Küstenwache sind zunächst 17 Leichen in der Provinz Ayvalik angespült worden. Auch in Dikili seien mehrere Leichen im Küstenbereich entdeckt worden.

Mehrere Überlebende konnten aus eigener Kraft das Ufer erreichen; andere wurden von der türkischen Küstenwache gerettet. Türkische Medien berichteten, viele Migranten hätten defekte Schwimmwesten getragen.

Drei Boote und ein Hubschrauber suchten nach weiteren Opfern des Unglücks. Die See in der Region ist zurzeit stürmisch.

Nach Angaben der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu waren die Migranten irakische, algerische und syrische Staatsangehörige.

Anwohner versuchten zu helfen:

“Wir sind vor einer Stunde hierher gekommen, weil wir von einem gesunkenen Boot hörten. Es soll auf Felsen geprallt sein. Die Leute starben vermutlich, als sie von dort an Land schwimmen wollten. Wir wollen hier als Bürger unsere Pflicht erfüllen und helfen.”

Der Flüchtlingszustrom in der Ägäis dauert trotz winterlichen Wetters an. An diesem Dienstag trafen laut der griechischen Küstenwache in der Hafenstadt Piräus 2477 Flüchtlinge an Bord von zwei Fähren von den Inseln Chios und Lesbos ein.