Eilmeldung

Eilmeldung

Vereinte Nationen verurteilen Übergiff auf saudische Botschaft in Teheran

Nach den Übergriffen auf die saudische Botschaft im Iran hat auch Kuwait seinen Botschafter aus Teheran abberufen. UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon

Sie lesen gerade:

Vereinte Nationen verurteilen Übergiff auf saudische Botschaft in Teheran

Schriftgrösse Aa Aa

Nach den Übergriffen auf die saudische Botschaft im Iran hat auch Kuwait seinen Botschafter aus Teheran abberufen. UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon verurteilte in einem Telefongespräch mit dem saudischen Außenminister Adel Al-Dschubair den Überfall auf das Botschaftsgebäude, drückte aber gleichzeitig seine tiefe Besorgnis über den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen Raid und Teheran aus.

“Der Generalsekretär verfolgt die Entwicklungen aufmerksam. Und ich glaube, er würde alle Verantwortlichen, politische wie religiöse, in der Region aufrufen, kein Öl ins Feuer zu gießen, indem sie Erklärungen abgeben, die die Spannungen zwischen den verschiedenen Religionsgruppen in der Region verschärfen”, erklärte Bans Sprecher Stephane Dujarric am Montag (Ortszeit) in New York.

In New York befasste sich der Weltsicherheitsrat mit den Spannungen. Er forderte Saudi Arabien und den Iran zum Dialog auf. Während der Rat die Übergriffe auf die diplomatischen Vertretungen Saudi-Arabiens verurteilte, wurde die Hinrichtung des führenden schiitischen Geistlichen Scheich Nimr Al-Nimr nicht erwähnt.

Der saudische UN-Botschafter Abdallah al-Mouallimi wies die Verantwortung für die Eskalation zurück: “Die Hinrichtung sollte nicht zu Spannungen zwischen den Religionsgruppen führen. Al-Nimr war saudischer Staatsbürger. Er hatte die gleichen Rechte und Privilegien als Angeklagter wie die anderen saudischen Staatsbürger, die mit ihm angeklagt waren”, sagte Botschafter Al-Mouallimi am Montag (Ortszeit) in New York.

Die Hinrichtung des prominenten schiitischen Geistlichen Scheich Nimr Al-Nimr im Saudi-Arabien hatte in den schiitischen Regionen scharfe Proteste ausgelöst. Im Hintergrund steht ein Machtkampf zwischen den Regionalmächten, dem sunnitisch-wahhabitischen Saudi-Arabien und dem schiitischen Iran.

In den vergangenen Tagen hatten Saudi-Arabien sowie seine Verbündeten Bahrain und Sudan ihre diplomatischen Beziehungen mit dem Iran abgebrochen. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate zogen ihren Botschafter ab und ersetzen ihn durch einen Geschäftsträger.