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EU-Kommission versammelt Deutsche, Dänen und Schweden zu Schengen-Krisensitzung

Mit der Wiedereinführung von Grenzkontrollen durch Dänemark und Schweden zu Beginn dieser Woche hat die Flüchtlingskrise in Europa ein neues Stadium

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EU-Kommission versammelt Deutsche, Dänen und Schweden zu Schengen-Krisensitzung

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Mit der Wiedereinführung von Grenzkontrollen durch Dänemark und Schweden zu Beginn dieser Woche hat die Flüchtlingskrise in Europa ein neues Stadium erreicht.

Ist die Schengenzone noch zu retten? Der zuständige EU-Kommissar Dimitris Avramopoulos berief am Mittwoch in Brüssel eine Krisensitzung ein.

Anschließend erklärte er:
“Wir sind uns alle einig, dass Schengen und die Bewegungsfreiheit geschützt werden müssen, der Bürger und der Wirtschaft wegen.”

Regierungsvertreter aus Schweden, Dänemark und Deutschland nahmen an der Krisensitzung teil, die vordringlich zur besseren Koordinierung zwischen den drei Mitgliedsländern dienen sollte.

Die Teilnehmer nutzten die Gelegenheit aber auch, um von der Situation in ihrem Land zu berichten.

Morgan Johannson, Schwedens Justiz- und Migrationsminister, erklärte:
“Allein an unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen sind 26.000 nach Schweden gekommen. Das entspricht eintausend Schulklassen, innerhalb von vier Monaten. Das gibt ihnen einen Eindruck von der Lage im vergangenen Herbst. Dahin wollen wir nicht zurück.”

Der deutsche Staatssekretär im Innenministerium Ole Schröder forderte mehr europäische Verantwortlichkeit:
“Unser Problem in Europa ist zur Zeit, dass die Grenzkontrollen nicht funktionieren, vor allem diejenigen zwischen Griechenland und der Türkei. Das gemeinsame europäischen Asylsystem muss umgesetzt werden. Eurodac, die Fingerabdruckregistrierung wird nicht richtig angewandt, und das Verteilungssystem funtkioniert nicht.”

Von den 160.000 Flüchtlingen, die aus Italien und Griechenland umverteilt werden sollen, sind bisher lediglich 272 ausgereist.