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Saudi-Arabien intensiviert Luftangriffe im Jemen wieder

Wochenlang war es relativ ruhig geblieben, doch mit der Zuspitzung des diplomatischen Konfliktes zwischen Saudi-Arabien und dem Iran soll die

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Saudi-Arabien intensiviert Luftangriffe im Jemen wieder

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Wochenlang war es relativ ruhig geblieben, doch mit der Zuspitzung des diplomatischen Konfliktes zwischen Saudi-Arabien und dem Iran soll die saudisch-geführte Allianz nun wieder deutlich mehr Luftangriffe im Jemen geflogen haben. Augenzeugen berichten von Bombardements bei der Hauptstadt Jemen, die auch zahlreiche zivile Einrichtungen getroffen hätten. Die Friedensgespräche in Genf waren im Dezember vertagt worden.

Bei den neuen Luftangriffen wurde offenbar auch eine Lehreinrichtung für Blinde nahe der Hauptstadt Sanaa getroffen. Die Organisation Amnesty International wirft der saudisch-geführten Koalition in einem neuen Bericht vor, schon zwischen vergangenem August und Oktober mindestens fünf Schulgebäude zerstört zu haben. Manche Schulen seien mehrfach bombardiert worden, was auf gezielte und mutwillige Angriffe hindeute, so Amnesty. Die Organisation fordert unabhängige Untersuchungen und Entschädigungszahlungen.

Zu den Angriffszeitpunkten sollen keine Kinder in den Schulen gewesen sein, auch in der Blindenschule nahe Sanaa nicht. Trotzdem seien Zivilisten ums Leben gekommen. Die Angriffe zerstörten Einrichtungen des zivilen Lebens und die Zukunft der jemenitischen Jugend, so Amnesty

Laut den Vereinten Nationen war rund ein Drittel der jemenitischen Kinder seit Beginn der Luftangriffe im vergangenen März nicht mehr in der Schule. Zudem sind von den bislang rund 6000 Getöteten im Jemen-Krieg laut UN fast die Hälfte Zivilisten.