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Kürzester Börsentag in Chinas Geschichte: Kurseinbruch in Shenzhen und Shanghai


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Kürzester Börsentag in Chinas Geschichte: Kurseinbruch in Shenzhen und Shanghai

Zum zweiten Mal in dieser Woche ist wegen hoher Kursverluste der Handel an den chinesischen Börsen ausgesetzt worden. Nachdem die Kurse zur Eröffnung um mehr als fünf Prozent nachgegeben hatten, wurde – entsprechend der zum Jahresbeginn eingeführten Bestimmungen – der Handel zunächst für 15 Minuten ausgesetzt. Als die Kurse anschließend um weitere 2 Prozent fielen, wurde der Handel für den Rest des Tages eingestellt. Es war mit 30 Minuten der kürzeste Handelstag in der 25-jährigen Börsengeschichte der Volksrepublik China. Die Maßnahmen waren nach den schweren Kursverlusten im vergangenen Jahr zur Beruhigung der Investoren eingeführt worden und sind etwas schärfer als entsprechende “Circuit Breaker” an der Wall Street.

Chart des CSI300 am kürzesten Handelstag in der Börsengeschichte der Volkssrepublik China

Ausgelöst wurden die Kursverluste durch die überraschende Entscheidung der chinesischen Notenbank (PBOC), den Yuan um 0,5 Prozent abzuwerten. Dies war die größte tägliche Abwertung seit vergangenem August, als die PBOC plötzlich den Yuan um fast zwei Prozent abwertete und einen schweren Kursrutsch auslöste. Außerdem belasten schwache Wirtschaftszahlen und Sorgen um die Konjunktur in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt die Stimmung.

Nach einer jahrelangen Hausse waren die Aktienkurse in China im vergangenen Sommer eingebrochen. Seitdem gibt es eine Berg- und Talfahrt, während die Regierung mit massiven Interventionen verzweifelt versucht, die Märkte zu stabilisieren.

Die Kursverluste in Shenzhen und Shanghai zogen auch die anderen asiatischen Börsen in den Keller.

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