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Ölpreis: Niemand lacht mehr über die Goldman-Sachs -Prognose

“Bei einem milden Winter (stimmt), einem langsameren Wachstum in den Schwellenländern (ja) und der potenziellen Aufhebung der Iran-Sanktionen (sieht

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Ölpreis: Niemand lacht mehr über die Goldman-Sachs -Prognose

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“Bei einem milden Winter (stimmt), einem langsameren Wachstum in den Schwellenländern (ja) und der potenziellen Aufhebung der Iran-Sanktionen (sieht so aus) könnten die Erdöl-Lagerbestände weiter steigen“, warnten die Experten der US-Investmentbank Goldman Sachs Ende vergangenen Jahres. Ihr provokantes Fazit: Der Preis für die US-Ölsorte WTI könnte 2016 unter die 20-Dollar-Marke je Barrel (159 Liter) fallen. Aktueller Stand: Zeitweise 32,10 Dollar. Einst, vor der Finanzkrise: Knapp unter 150.

Meinung

Das gäbe eine ganz schnelle Reaktion bei der Ölproduktion

Spencer Welch, Director of Oil Markets Team, IHS Global Insight, London:

“Mal für einen Tag, oder ein paar Tage, ja, kann der Preis da landen. Aber nicht auf die Dauer, da das sehr schnell auf die Produktion durchschlagen würde. Nicht nur, dass Leute aufhören würden, in Nordamerika nach Öl zu bohren. Das würde auch heißen, dass die, die heute Öl produzieren, zum Teil den Hahn zudrehen. Das gäbe eine ganz schnelle Reaktion bei der Ölproduktion.”

Im aktuellen Abschwung seit Juni 2014 ging der Ölpreis um rund 70 Prozent zurück. Im Moment ist China am Hebel, mit einer Serie von Yuan-Abwertungen. Börsen, Währungen wie australischer
und kanadischer Dollar und Rohstoffe wie Industriemetalle
oder Agrarprodukte stecken sich gegenseitig an in der Angst vor einer Konjunkturflaute.

su mit Reuters