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Versuchtes Attentat in Paris: Getöteter Angreifer trug Bekennerschreiben der IS-Miliz

Ermittler haben den Angreifer auf eine Polizeistation in Paris offenbar identifiziert. Französische Medien melden unter Berufung auf Ermittlerkreise

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Versuchtes Attentat in Paris: Getöteter Angreifer trug Bekennerschreiben der IS-Miliz

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Ermittler haben den Angreifer auf eine Polizeistation in Paris offenbar identifiziert. Französische Medien melden unter Berufung auf Ermittlerkreise, dass es sich um einen 20-jährigen Marokkaner handeln soll. Er sei der Polizei wegen Diebstahls bekannt gewesen und anhand von Fingerabdrücken identifiziert worden. Laut TV-Sender BFM hieß der Mann Sallah Ali und hatte sich 2013 als Obdachloser ausgewiesen und gab an, 1995 in Casablanca geboren worden zu sein.

In einer Pressemitteilung der Pariser Staatsanwaltschaft hieß es zudem, dass der Angreifer mit einem Hackbeil bewaffnet auf die Polizeiwache im 18. Arrondissement von Paris losgegangen sei und daraufhin erschossen wurde.

Am Tatort erklärte der französische Innenminister Bernard Cazeneuve, dass Antiterroreinheiten die Ermittlungen übernommen hätten.

Laut Staatsanwaltschaft rief der Angreifer “Allahu Akbar”, “Gott is groß”, als er sich den Beamten näherte. Zudem habe der Mann ein “eindeutiges Bekennerschreiben” des sogenannten “Islamischen Staats” in arabischer Sprache mit einer Flagge der Dschihadistengruppe bei sich getragen. Entgegen eines ersten Verdachts, trug der mutmaßliche Attentäter keinen Sprengstoffgürtel. Dabei habe es sich um eine Attrappe gehandelt.

Eine Frau warf ihm vor, dass der Mann entgegen der Angaben der Ermittler nicht bewaffnet gewesen sei – eine Anschuldigung, die auch in sozialen Netzwerken vermehrt zu lesen ist.

Das Viertel um das Polizeirevier in Nordparis wurde weiträumig abgesperrt. Zwei U-Bahn-Linien stellten ihren Betrieb ein.