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Proteste gegen Fahrpreiserhöhungen in Brasilien

Bei Protesten gegen Fahrpreiserhöhungen im Nahverkehr ist es in Rio de Janeiro und São Paulo zu Ausschreitungen gekommen. Die Demonstrationen hatten

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Proteste gegen Fahrpreiserhöhungen in Brasilien

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Bei Protesten gegen Fahrpreiserhöhungen im Nahverkehr ist es in Rio de Janeiro und São Paulo zu Ausschreitungen gekommen. Die Demonstrationen hatten zunächst friedlich begonnen, gegen Ende warfen nach Behördenangaben jedoch einige junge Teilnehmer Steine. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein.

Viele Menschen in den brasilianischen Metropolen sind verärgert über die Fahrpreiserhöhungen für U-Bahn und Bustickets. Mehr als 1,5 Millionen Brasilianer verloren im vergangenen Jahr ihre Arbeit, das Land steckt in der tiefsten Rezession seit mehr als 25 Jahren.

Ein Student sagte: “Wir sind hier, um gegen die Fahrpreiserhöhungen zu demonstrieren. Viele Menschen sind betroffen, sie werden die Erhöhung von acht Cents zu spüren bekommen.”

“Je mehr Menschen teilnehmen, desto besser”, erklärt Gewerkschaftsführer
Marcelo Schmidt. “Wir wollen Druck ausüben, damit die Fahrpreise wieder gesenkt werden, so wie es letztes Jahr der Fall war.”

In São Paulo gingen rund 3,000 Menschen auf die Straße. Laut Behördenangaben wurden drei Polizisten verletzt, 17 Demonstranten wurden festgenommen. 2013 hatten sich Demonstrationen gegen Fahrpreiserhöhungen zu landesweiten teils gewalttätigen Massenprotesten ausgeweitet.