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Saudisch-iranischer Konflikt: Arabische Liga stellt sich hinter Saudi-Arabien

Die Arabische Liga hat sich im Konflikt zwischen Saudi-Arabien und dem Iran auf die Seite der Saudis gestellt. In einer gemeinsamen Stellungnahme

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Saudisch-iranischer Konflikt: Arabische Liga stellt sich hinter Saudi-Arabien

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Die Arabische Liga hat sich im Konflikt zwischen Saudi-Arabien und dem Iran auf die Seite der Saudis gestellt. In einer gemeinsamen Stellungnahme verurteilten die arabischen Außenminister den Sturm auf die saudische Botschaft in der iranischen Hauptstadt Teheran. Man stehe hinter Saudi-Arabien und wende sich gegen die Politik des Irans, der religiöse Spannungen erzeuge.

Meinung

Wir geben die Iran die Schuld.

Der Generalsekretär der Liga, Nabil Elaraby, sagte: “Wir geben den Iran die Schuld am Botschafts-Angriff. Dies ist ein Bruch des Völkerrechts und der Genfer Konvention, was den Schutz diplomatischer Vertretungen angeht. Der Iran trägt die Verantwortung für alle die gefährlichen Folgen, die dieser Angriff nach sich zieht.”

Das Liga-Treffen in Kairo hatte Saudi-Arabien einberufen. Das sunnitische Land hatte einen prominenten schiitischen Geistlichen hingerichtet und den schiitischen Iran gegen sich aufgebracht. Saudi-Arabien und andere arabische Staaten brachen danach ihre diplomatischen Beziehungen zum Iran ab oder fuhren sie zurück. Der Iran und Saudi-Arabien kämpfen um die Vorherrschaft am Golf.

Der Analyst Alsayed Makhlof meinte: “Ich denke nicht, dass diese Krise zum Abbruch sämtlicher Beziehungen des Irans mit allen arabischen Staaten führen wird, denn es gibt unter den arabischen Staaten unterschiedliche Meinungen darüber, wie mit dem Iran umgegangen werden soll. Diese Position vertreten sowohl Saudi-Arabien als auch andere arabische Länder.”

Saudi-Arabien dominiert die Arabische Liga ebenso wie den Golfkooperationsrat. Vertreter des Rats positionierten sich zuvor ähnlich. Unter den arabischen Ländern ist Saudi-Arabien die größte Volkswirtschaft und mit Abstand die einflussreichste Regionalmacht.

euronews-Reporter Mohammad Shaikhibrahim: “Es ist nicht das erste Mal in der Geschichte, dass Teheran und Riad ihre diplomatischen Beziehungen abbrechen. Doch diesmal gibt es die Sorge, dass sich religiöse Bündnisse formieren, die als Brandbeschleuniger für Kriege und Konflikte fungieren können, die es in manchen arabischen Ländern gibt.”