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Belagerung und Hunger in Syrien: Hilfskonvois unterwegs zu drei Städten

In Syrien sind am Montagmorgen von Damaskus aus Hilfskonvois zu drei belagerten Städten aufgebrochen. In Madaja, nahe der Haupstadt, trafen am

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Belagerung und Hunger in Syrien: Hilfskonvois unterwegs zu drei Städten

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In Syrien sind am Montagmorgen von Damaskus aus Hilfskonvois zu drei belagerten Städten aufgebrochen. In Madaja, nahe der Haupstadt, trafen am Vormittag rund 40 LKW ein. Sie müssen nun mindestens 20 Checkpoints der Assad-Regierung durchfahren.

Madaja wird seit gut einem halben Jahr von Regimetruppen belagert. Foah und Kefraya, rund 300 Kilometer nördlich, sind von Rebellen umringt.

Die vom Roten Halbmond und dem Roten Kreuz gemeinsam organisierten Konvois mit Nahrung und Medikamenten sollen gleichzeitig in die drei Städte eingelassen werden.

So sieht es ein Abkommen zwischen den Kriegsparteien vor. Laut den Vereinten Nationen stimmte die Assad-Regierung den Hilfslieferungen letzten Donnerstag zu. Die Rebellengruppen hatten zuvor erklärt, nur dann mit der Regierung verhandeln zu wollen, wenn sie die Belagerungen von Madaja und anderen Städten beendet.

Das Schicksal von Madaja hatte in den vergangenen Wochen international Schlagzeilen gemacht. Allein dort sind rund 40.000 Menschen eingeschlossen, Berichten zufolge fehlt es an allem. Die Organisation Ärzte ohne Grenzen spricht von mindestens 23 Todesfällen wegen Mangelernährung. Auch in Foah und Kefraya ist die Lage ernst.

In dem fast fünf Jahre währenden Bürgerkrieg in Syrien gab es immer wieder Belagerungen und Blockaden von Hochburgen der gegnerischen Seite. In dem Konflikt sind bislang rund 250.000 Menschen ums Leben gekommen.