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Geheimes Dschungeltreffen: Sean Penn in der Kritik nach Interview mit Drogenboss "El Chapo"

Mexikanische Behörden haben das Auslieferungsverfahren gegen den Drogenboss Joaquín “El Chapo” Guzmán an die USA eingeleitet. Sechs Monate nach

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Geheimes Dschungeltreffen: Sean Penn in der Kritik nach Interview mit Drogenboss "El Chapo"

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Mexikanische Behörden haben das Auslieferungsverfahren gegen den Drogenboss Joaquín “El Chapo” Guzmán an die USA eingeleitet.

Sechs Monate nach seinem spektakulären Gefängnisausbruch war der als mächtigster Drogenhändler der Welt bekannte Mexikaner am Freitag festgenommen worden. Der oberste Chef des Sinaloa-Kartells hielt sich in einem Haus im Nordwesten Mexikos versteckt.

Nachdem er bereits zwei Mal erfolgreich aus einem Gefängnis ausbrach, entschied die mexikanische Regierung, El Chapo an die USA auszuliefern. Dort liegen mehrere Haftbefehle gegen ihn vor.

Unterdessen wird die Kritik an Hollywood-Schauspieler Sean Penn immer größer.

Er hatte sich im Oktober in Mexiko mit dem flüchtlingen Drogenboss auf einer Dschungellichtung getroffen, um mit ihm für ein am Samstag erschienenes Interview des Rolling Stone-Magazins zu sprechen. Mexikanische Behörden teilten mit, dass das Treffen zur Festnahem El Chapos beigetragen habe.

Ein Sprecher des Weißen Hauses nannte “unerträglich”, dass Guzmán mit seinen Vebrechen geprahlt habe. Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Marco Rubio erklärte, ein Schauspieler, der den Vereinigten Staaten seine Karriere verdankt, habe natürlich das “verfassungsmäßige Recht, sich bei einem Verbrecher und Drogenhändler einzuschleimen”, er finde es aber “grotesk”.

Auch in den sozialen Netzwerken erntete Penn für das Treffen Kritik:

Eine Professorin für Lateinamerikastudien erklärte, es falle schwer zu lächeln, wenn man daran denke, wie viele Journalisten ihr Leben verloren haben beim Versuch, über sogenannte “narcos” – Drogenhändler – zu berichten.

Nach Informationen des TIME Magazine wollen Ermittler in dieser Sache mit Penn sprechen: