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Detroit Auto-Show - intelligente Autos, unintelligent entwickelt, kritisiert der Chef von Fiat-Chrysler

Jede Menge neue Autos – mehr als 40 Welt- und Nordamerika-Premieren, 800.000 erwartete Besucher – das ist die “North American International Auto

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Detroit Auto-Show - intelligente Autos, unintelligent entwickelt, kritisiert der Chef von Fiat-Chrysler

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Jede Menge neue Autos – mehr als 40 Welt- und Nordamerika-Premieren, 800.000 erwartete Besucher – das ist die “North American International Auto Show” in Detroit (Publikumstage 16. bis 24. Januar). Deutsche Autobauer, allen voran Volkswagen, wollen nach dem Abgas-Skandal verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen – und neues dazu, in technische Finessen. Mercedes schickt eine neue E-Klasse vor.

Meinung

Ein gemeinsames Anliegen, das standardisiert gehört hätte und gemeinsam angepackt, um Kosten zu sparen

Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG:

“Der faszinierendste Indikator für die höhere Intelligenz: Die neue E-Klasse weiß einfach mehr von dem, was vor sich geht. Sie tauscht Informationen mit anderen Autos auf der Straße aus und mit der Infrastruktur. So sieht sie weiter in die Zukunft und kann den Verkehr besser zu antizipieren.”

Integrierte Software und autonome Autos heißen die Zauberworte. Autos, die sich gegenseitig wahrnehmen oder selber einparken – nicht ohne zuvor einen Parkplatz reserviert und bezahlt zu haben. Aber jeder bastelt für sich an der Zukunft des Autos. Geldverschwendung, kritisiert Fiat-Chrysler-Chef Sergio Marchionne:

“Wir erleben jetzt diesen Hype um Konnektivität und autonomes Fahren und all das andere, als ob das von selber käme und nichts kosten würde. Aber am Ende treffen wir uns alle am selben Punkt. Und in der Zwischenzeit verbrennt jeder für sich Kapital für ein gemeinsames Anliegen, das standardisiert gehört hätte und gemeinsam angepackt, um Kosten zu sparen.”

Ein anderes Modethema der vergangenen Jahre haben die niedrigen Spritpreise erledigt: Alternative Antriebe spielen – abgesehen von abgasarmen Plug-in-Hybriden mit Verbrennungs- und Elektromotor – auf der Detroit Auto-Show kaum noch eine Rolle.

su mit dpa