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Selbstmordanschlag in Istanbul: Berlin bestätigt acht tote Deutsche

Die meisten Opfer des Anschlags in Istanbul sind Deutsche. Das hat der türkische Regierungschef Ahmet Davutoglu bekannt gegeben. Er habe der

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Selbstmordanschlag in Istanbul: Berlin bestätigt acht tote Deutsche

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Die meisten Opfer des Anschlags in Istanbul sind Deutsche. Das hat der türkische Regierungschef Ahmet Davutoglu bekannt gegeben. Er habe der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel per Telefon sein Beileid ausgesprochen, hieß es in der türkischen Nachrichtenagentur Anadolou.

Meinung

Der internationale Terrorismus zeigt sich wieder einmal mit seinem grausamen und menschenverachtenden Gesicht

Nach Regierungsangaben sind alle Opfer ausländische Touristen. Acht der elf Toten, sowie ein Großteil der Verletzten seien deutsche Staatsbürger.

Türkische Medien melden, dass zudem zwei Südkoreaner ums Leben kamen. Das Außenministerium im peruanischen Lima teilte zudem mit, dass ein Peruaner getötet und ein weiterer verletzt wurde.

Angela Merkel erklärte, man werde “alles tun, um zusammen mit der Türkei die schnellstmögliche Hilfe zu organisieren”.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan machte für die Tat einen 28-jährigen syrischen Selbstmordattentäter verantwortlich. Medienberichten zufolge wurde der Mann in Saudi-Arabien geboren und einen syrischen Pass besaß. Er soll nach Angaben von Davutoglu Mitglied des sogenannten “Islamischen Staat” gewesen sein.

Um 9.20 Uhr Ortszeit war es im Istanbuler Altstadtviertel Sultanahmet, nur rund 200 Meter von der Blauen Moschee entfernt, zu einer heftigen Explosion gekommen.

Der Stadtteil gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen Istanbuls. Neben der Blauen Moschee befinden sich dort die Hagia Sofia sowie der Topkapi-Palast.

Das Auswärtige Amt riet Reisenden, Menschenansammlungen vorläufig zu meiden. Die Polizei sperrte das Gebiet um den Tatort weiträumig ab. Zahlreiche Sicherheitskräfte sowie Rettungskräfte waren im Einsatz. Verletzte wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Nach Einschätzung von Augenzeugen, die in türkischen Medien zitiert werden, soll der Selbstmordattentäter versucht haben, sich unter eine große Menschenmenge zu mischen. Als er die Polizei sah, sei er nervös geworden und habe die Zündung seines Sprengsatzes ausgelöst.

Die türkische Zeitung Hurriyet und die Nachrichtenagentur Anadolu meldeten, dass zu den Anschlägen eine Nachrichtensperre durch die türkische Regierung verhängt wurde.