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Anschlag in Istanbul: Die meisten der 10 Toten sind deutsche Touristen

In dem bei Touristen beliebten Istanbuler Altstadtviertel Sultanahmet sind bei einer Explosion mehrere Menschen getötet und verletzt worden. Nach

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Anschlag in Istanbul: Die meisten der 10 Toten sind deutsche Touristen

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In dem bei Touristen beliebten Istanbuler Altstadtviertel Sultanahmet sind bei einer Explosion mehrere Menschen getötet und verletzt worden.

Nach Angaben des Gouverneurs der Millionenstadt gab es bei der Explosion mindestens 10 Tote und 15 Verletzte. Offenbar sind die meisten Opfer deutsche Touristen. Die türkische Regierung geht von einem Terroranschlag aus. Präsident Recep Tayyip Erdogan erkärte, der Anschlag sei von einem syrischen Selbstmordattentäter verübt worden. Auch Ausländer seien betroffen. Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu teilte mit, dass die meisten der Toten Deutsche seien. Per Telefon sprach er der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel sein Beileid aus.

Davutoglu versprach, dass die Verantwortlichen des Anschlags gefunden und bestraft würden.

Zwei ranghohe türkische Sicherheitsbeamte sagten der Nachrichtenagentur Reuters zufolge, dass der Anschlag mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit vom sogenannten “Islamischen Staat” verübt wurde. Auch der Regierungschef machte die Extremistengruppe IS für den Anschlag verantwortlich.

Die Explosion ereignete sich nur rund 200 Meter von der Blauen Moschee entfernt. In Sultanahmet liegt auch die Hagia Sophia, die zu den beliebtesten Touristenattraktionen der Türkei gehört.

Die Polizei habe den Platz, auf der es zu der Detonation gekommen sei, weiträumig abgesperrt.

Das Auswärtige Amt empfiehlt deutschen Urlaubern “dringend”, alle Menschenansammlungen in Istanbul zu meiden.

Nach Angaben eines Reporters der türkischen Zeitung “Cumhurriyet” zündete ein Selbstmord-Attentäter seine Bombe inmitten einer deutschen Reisegruppe.Unabhängig überprüfen ließen sich diese Angaben zunächst nicht.

Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hieß es, es sei zu früh, Aussagen darüber zu treffen, ob Deutsche betroffen seien.

Das Generalkonsulat in Istanbul bemühe sich mit Hochdruck um Aufklärung und stehe in engem Kontakt mit den türkischen Behörden.

Die türkische Zeitung Hurriyet und die Nachrichtenagentur Anadolu schreiben, dass zu den Anschlägen eine Nachrichtensperre durch die türkische Regierung verhängt wurde.