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Brite wegen versuchten Menschenschmuggels verurteilt: "Frankreich ließ das Mitgefühl gewinnen"

In Frankreich ist ein Brite zu einer Bewährungsstrafe von 1000 Euro verurteilt worden. Der Ex-Soldat wollte ein von ihm betreutes afghanisches

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Brite wegen versuchten Menschenschmuggels verurteilt: "Frankreich ließ das Mitgefühl gewinnen"

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In Frankreich ist ein Brite zu einer Bewährungsstrafe von 1000 Euro verurteilt worden. Der Ex-Soldat wollte ein von ihm betreutes afghanisches Mädchen nach Großbritannien schmuggeln. Der 49-Jährige arbeitete im vergangenen Herbst als Freiwilliger im Flüchtlingslager von Calais.

Meinung

Frankreich ist ein humanes Land.

“Eines kann ich Ihnen sagen: Heute saß das Mitgefühl auf der Anklagebank und Frankreich ließ das Mitgefühl gewinnen. Frankreich ist ein humanes Land. Sie wollen das Beste für diese Flüchtlinge, die so eine schlechte Presse haben, mit jungen Männern, die auf Züge und Lkws klettern. Sie müssen die wahre Geschichte berichten und der Welt über die Kinder in diesen Camps erzählen, die diesen Winter sterben werden, wenn wir, als ein europäisches Land, jetzt nicht helfen”, sagte Rob Lawrie nach der Urteilsverkündung.

Der Vater des vierjährigen afghanischen Mädchens bat den Briten mehrfach, seine Tochter zu Verwandten nach England zu bringen. Der britische Helfer ließ sich überreden und versteckte die Vierjährige in seinem Lieferwagen. Die Grenzschutzpolizei kontrollierte den Mann noch in Calais und entdeckte das Kind.

Vor Gericht entschuldigte sich Rob Lawrie. Das Urteil fiel mit der Bewährungsstrafe sehr milde aus. Dem Briten drohten bis zu fünf Jahre Haft und eine Geldstrafe in Höhe von bis zu 30.000 Euro. In Petitionen hatten sich mehr als 150.000 Menschen für Lawrie starkgemacht.