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Terroranschläge in Jakarta: Präsident Widodo ruft zur Ruhe auf

Nach der Anschlagsserie in Jakarta hat die indonesische Regierung die Bevölkerung aufgefordert, Ruhe zu bewahren. Präsident Joko Widodo brach noch

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Terroranschläge in Jakarta: Präsident Widodo ruft zur Ruhe auf

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Nach der Anschlagsserie in Jakarta hat die indonesische Regierung die Bevölkerung aufgefordert, Ruhe zu bewahren. Präsident Joko Widodo brach noch während der Attacken eine Reise ab und kehrte per Hubschrauber in die Hauptstadt zurück. Er warnte vor Panik und voreiligen Schlüssen: “Wir als Land sollten uns von diesem Terrorakt nicht in Angst und Schrecken versetzen lassen. Wir sollten ruhig bleiben, weil alles unter Kontrolle sein wird.”

Die Anschlagsserie kommt für viele Einwohner überraschend. Die letzten Terroranschläge in Indonesien waren im Jahr 2009 und nahmen Touristen ins Visir. Das dafür verantwortlich indonesische Extremistennetzwerk gilt als weitgehend ausgehoben.

Nun ist der Terror nach Indonesien zurückgekehrt, in die Millionenmetropole Jakarta, Hauptstadt des bevölkerungsreichsten muslimischen Landes der Welt. Und die neuen Attacken richteten sich nun offenbar gegen ganz normale Indonesier.

“Ich bin in das Geschäft gegangen, hab mein Getränk bestellt und da gesessen. Mein Becher steht immer noch da”, erklärt ein Augenzeuge vor einem Starbucks-Geschäft im Zentrum der Stadt. “Ungefähr zehn Minuten später, um 10.20 Uhr, hörte ich die Explosion. Ich rannte raus, und als ich bei dem Auto da drüben war, kam die zweite Explosion. Ich rannte weiter und dann kam die dritte Explosion.” Ein anderer sagt: “Ich habe Angst, ich hoffe, so etwas wird nicht wieder passieren.”

Inzwischen hat sich ISIL aus dem Nahen Osten dazu bekannt, das jüngste Sammelbecken des internationalen islamistischen Terrors. Es gab Anschlagsdrohungen der Dschihadisten, die Sicherheitskräfte nahmen die Warnungen ernst.