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Neue Fernsehdebatte: Trump und Cruz beherrschen Vorwahlkampf der US-Republikaner

Donald Trump will Präsident der USA werden, die anderen hier an diesem Abend aber auch. Dazu müssten sie jedoch erst einmal von ihrer

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Neue Fernsehdebatte: Trump und Cruz beherrschen Vorwahlkampf der US-Republikaner

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Donald Trump will Präsident der USA werden, die anderen hier an diesem Abend aber auch. Dazu müssten sie jedoch erst einmal von ihrer Republikanischen Partei nominiert werden, um im November dann zur

Meinung

Jeder hier ist besser als Hillary Clinton.

eigentlichen Wahl anzutreten.

Gestern abend trafen sich die aussichtsreichsten Bewerber zu einer weiteren Fernsehdebatte – im Mittelpunkt dabei Donald Trump und Ted Cruz. Trump kritisierte wieder illegale Einwanderung und eine inkompetente Regierung.

Die ganze Debatte auf dem amerikanischen Fernsehsender Fox Business (auf Englisch)

Der Bauunternehmer und Milliardär Trump kann bei vielen als politischer Außenseiter punkten.

Cruz dagegen ist Jurist und sitzt seit der letzten Wahl im Senat, wo er aber äußerst konservativ auftritt, durchaus auch gegen die Linie seiner Partei.

Trump versuchte bei der Debatte, Cruz dessen Geburt in Kanada anzulasten, durch die er gar nicht Präsident werden dürfe.

Diese Geschichte ist schwierig und dreht sich um den Begriff “natural born” in der Verfassung.

Cruz ist Sohn eines Kubaners und einer US-Amerikanerin. Durch seine Mutter, so sagt er, habe er ja von Geburt an die Staatsbürgerschaft gehabt – er sei also “natural born”, auch wenn er in Kanada zur Welt gekommen sei.

Trump seinerseits war auch schon derjenige, der vor einigen Jahren für Schlagzeilen sorgte, als er Barack Obama aus ähnlichem Grund zu einem unrechtmäßigen Präsidenten der USA erklärte.

Cruz erwiderte nun in der Debatte, Trump selbst habe noch im September gesagt, das sei ohne Belang. Seitdem habe sich zwar nicht die Verfassung geändert, so Cruz weiter, wohl aber Trumps Umfragewerte.

Eine Umfrage aus den Tagen vor der Debatte zeigt allerdings auch, dass Trumps Argument bei vielen Amerikanern verfängt.

Demnach ist rund jeder vierte von ihnen – selbst bei den Republikanern – der Meinung, Cruz dürfe nicht antreten. Ein weiteres Viertel ist sich unsicher; nur etwa die Hälfte hat keine Bedenken.

Andere Kandidaten der Republikaner konnten in der Debatte kaum punkten, weder der strenggläubige Arzt Ben Carson, der zwischendurch einmal auf Höhenflug war, noch der zu Beginn des Wahlkampfs hochgehandelte Jeb Bush, ein ehemaliger Gouverneur. Jeder von ihnen allerdings sei besser für das Land als Hillary Clinton, warf Bush noch ein.

Clinton wird nach bisherigem Stand wohl durch ihre Demokratische Partei nominiert werden und wäre dann der Gegner für Trump, Cruz oder doch noch irgendeinen der anderen.

Die Vorwahlen der Republikaner beginnen in gut zwei Wochen und ziehen sich hin bis zum Nominierungsparteitag in Cleveland im Juli.