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Nach Köln-Zwischenfällen von Silvester: Kundgebungen gegen Gewalt und Rassismus

In Köln haben rund dreihundert Syrer gegen Gewalt, Sexismus und Rassismus demonstriert. Dazu versammelten sie sich vor dem Hauptbahnhof, wo in der

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Nach Köln-Zwischenfällen von Silvester: Kundgebungen gegen Gewalt und Rassismus

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In Köln haben rund dreihundert Syrer gegen Gewalt, Sexismus und Rassismus demonstriert.

Dazu versammelten sie sich vor dem Hauptbahnhof, wo in der Silvesternacht viele Frauen angegriffen und ausgeraubt worden waren. An Frauen verteilten sie Blumen.

Nach Zeugenaussagen waren die Täter hauptsächlich arabisch aussehende Männer. Das führte seitdem zu einer Debatte in Deutschland über Flüchtlinge und Einwanderung.

In Stuttgart versammelten sich rund siebentausend Menschen, um gegen Gewalt und Rassismus aufzutreten. Zu der Kundgebung aufgerufen hatte eine Vielzahl von Gruppen, wie Gewerkschaften oder Kirchen.

Zu der Kundgebung kamen auch Flüchtlinge. “Ich bin gegen Rassismus und Gewalt und gegen das, was in Köln geschehen ist”, sagte Mohammed Jassin Dschardawi aus Syrien dem SWR.

Frank Otfried July, der evangelische Landesbischof, sagte in seiner Rede, wer das “Abendland” verteidigen wolle, solle nicht “gotteslästerlich hinter schwarz-rot-goldenen Kreuzen herlaufen”, sondern an das Gebot der Nächstenliebe denken.

In unserer Gesellschaft sei kein Platz für Rassismus, Diskriminierung, Sexismus oder gar Gewalt, machte Arbeitgebervertreter Stefan Wolf klar. Er verlangte aber eine Antwort darauf, ob irgendwann die Kapazitäten erschöpft seien: Wer sage, „wir schaffen das, muss auch sagen wie“.

Syrische Flüchtlinge setzten auch in Würzburg ein Zeichen gegen Übergriffe auf Frauen. Unter dem Motto “Syrer gegen Sexismus” verteilten sie am Hauptbahnhof ebenfalls Blumen an Passanten.

Damit habe man Anteilnahme nach den Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht zeigen wollen, erklärte Organisator Mohammad Mashlah.