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Nun ein Toter nach missglücktem Medikamentenversuch in Frankreich

Nach dem missglückten Medikamentenversuch in Frankreich ist ein Mann gestorben; er war zuvor schon für hirntot erklärt worden. Das teilte die

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Nun ein Toter nach missglücktem Medikamentenversuch in Frankreich

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Nach dem missglückten Medikamentenversuch in Frankreich ist ein Mann gestorben; er war zuvor schon für hirntot erklärt worden.

Das teilte die Universitätsklink der Stadt Rennes mit, wo die Versuchsteilnehmer inzwischen behandelt werden.

Der Versuch selbst fand bei der Firma Biotrial statt, ebenfalls in Rennes.

Der Zustand der weiteren Teilnehmer ist demnach unverändert stabil.

Vier von ihnen haben nach früheren Angaben neurologische Beschwerden, drei von ihnen werden wohl lebenslang geschädigt bleiben. Nur ein Teilnehmer aus dieser Gruppe trug keine Schäden davon, steht aber noch unter Beobachtung.

Das getestete Medikament stammt von der portugiesischen Firma Bial es wird zur Zeit in der sogenannten “Phase 1” erstmals an gesunden Menschen auf Verträglichkeit erprobt.

Bei 84 anderen Probanden zuvor gab es seit Juli keinerlei Probleme; sie bekamen von dem Mittel aber auch weniger. In der Versuchsphase 1 ist es üblich, die Dosierung eines Wirkstoffs langsam zu steigern.

Die Ursache für den Vorfall ist somit noch unbekannt. Biotrial-Vorstandsvorsitzender François Peaucelle sprach in der Zeitung “Ouest France” von “unvorhersehbaren, ungeklärten und unerklärlichen Ereignissen”.

Der Wirkstoff des Medikaments zielt laut französischer Regierung auf Stimmungsschwankungen und Angstgefühle sowie auf motorische Störungen bei neurodegenerativen Erkrankungen. Der Hersteller selbst sprach von einem Wirkstoff im “Schmerzbereich”.

Biotrial erklärte, der Versuch sei in “Übereinstimmung mit den internationalen Bestimmungen” erfolgt. Hersteller Bial betonte, er sei gesetzesgemäß von den französischen Aufsichtsbehörden genehmigt.