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Offenbar hunderte Tote und Verschleppte bei IS-Angriff in Syrien

In Syrien haben die Aufständischen der IS-Miliz nach Angaben von Exilsyrern ein Blutbad angerichtet. Mindestens 135 Menschen wurden demnach in der

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Offenbar hunderte Tote und Verschleppte bei IS-Angriff in Syrien

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In Syrien haben die Aufständischen der IS-Miliz nach Angaben von Exilsyrern ein Blutbad angerichtet.

Mindestens 135 Menschen wurden demnach in der Stadt Deir Essor umgebracht, sowohl bei Anschlägen als auch durch gezielte Tötung.

Das teilt die Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in England mit, die durch ihre Kontakte versucht, ein Bild des syrischen Konflikts zu zeichnen.

Demnach waren die Opfer Soldaten und regierungsnahe Kämpfer, dazu viele Verwandte. Mindestens vierhundert Menschen seien außerdem vom IS entführt worden.

Mehr als vierzig IS-Kämpfer kamen nach diesen Angaben ebenfalls ums Leben.

Die Beobachtungsstelle meldet außerdem mindestens vierzig Tote bei Luftangriffen der Gegenseite auf Rakka, die Hauptbasis des IS. Ob die Flugzeuge russischer Herkunft waren oder zum US-geführten Bündnis gehörten, ist unbekannt.

Deir Essor – und der Großteil der gleichnamigen Provinz – wird von der IS-Miliz beherrscht. Menschenrechtlern zufolge sind dort mindestens 250000 Menschen eingeschlossen.

Die russische Armee warf dort vor kurzem zumindest gut zwanzig Tonnen Hilfsgüter ab. Das erledigte ein Transportflugzeug vom Typ IL-76 aus großer Höhe; ob die Hilfsgüter nun wirklich wie vorgesehen in den Stadtteilen landeten, die die Armee hält, ist unbekannt.

Ein Bericht des Fernsehsenders “Rossija 24” über die russische Hilfe (auf Russisch)