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Gefangenenaustausch zwischen USA und Iran

Unmittelbar bevor das Atomabkommen mit dem Iran in Kraft trat, hat Teheran den Washington-Post-Reporter Jason Rezaian und drei weitere Amerikaner

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Gefangenenaustausch zwischen USA und Iran

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Unmittelbar bevor das Atomabkommen mit dem Iran in Kraft trat, hat Teheran den Washington-Post-Reporter Jason Rezaian und drei weitere Amerikaner freigelassen. Unter ihnen ist auch ein früherer Soldat.

Im Gegenzug werden in den USA die Anklagen gegen sieben Iraner fallen gelassen, denen Verstöße gegen die Iran-Sanktionen vorgeworfen wurden. Unabhängig von dem Gefangenenaustausch ließ Teheran zudem einen amerikanischen Studenten frei.

“Die Vereinbarung wurde getroffen, damit die Sanktionen gegen den Iran aufgehoben werden”, so Robert Mahoney, Geschäftsführer des “Committees to protect journalists”. “Die Pressefreiheit oder die Situation der Journalisten im Iran müssen sich dadurch nicht verbessern.”

Mehrere republikanische US-Präsidentschaftsbewerber übten heftige Kritik an dem Gefangenenaustausch. “Ich muss jetzt schauen, was das für ein Deal ist”, so Donald Trump. “Im Grunde bekommen sie 150 Milliarden Dollar und sieben Gefangene und wir kriegen vier. Das klingt nicht so gut.” Die 150 Milliarden beziehen sich auf eingefrorene iranische Gelder, die jetzt wieder freigegeben sind.

Teheran hatte kürzlich zehn US-Marinesoldaten binnen Stunden wieder freigelassen, die in die Hoheitsgewässer des Landes eingedrungen waren. Beobachter schlossen daraus bereits auf ein neues Verhältnis zwischen den USA und dem Iran.