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Geschichte der Sanktionen gegen den Iran in der Übersicht

Es wird als größter Sieg der Diplomatie in diesem Jahrzehnt gefeiert: Das historische Atomabkommen mit dem Iran läutet eine neue Ära ein und beendet

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Geschichte der Sanktionen gegen den Iran in der Übersicht

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Es wird als größter Sieg der Diplomatie in diesem Jahrzehnt gefeiert: Das historische Atomabkommen mit dem Iran läutet eine neue Ära ein und beendet auch die jahrelangen Sanktionen gegen das Land.

Die ersten Sanktionen wurden während der Islamischen Revolution 1979 verhängt. Der Angriff auf die US-Botschaft in der iranischen Hauptstadt sowie die Geiselnahme von Amerikanern stellten das Ende der diplomatischen Beziehungen zwischen Teheran und Washington dar.

Die USA reagierten auf die Ereignisse mit folgenden Sanktionen: Das Einfrieren von iranischem Vermögen in den USA und ein Handelsverbot für Güter und Dienstleistungen.

1995 kamen dann weitere Sanktionen hinzu. Der Iran wurde auf die schwarze Liste der Länder gesetzt, die Terrorismus unterstützen. Doch das war noch nicht alles. Washington verhängte ein Embargo für den Ölhandel mit dem Iran und verbot Firmen weltweit in die iranische Ölindustrie zu investieren.

Die Situation verschlechterte sich 2005 als Mahmud Ahmadinedschad zum Staatspräsidenten ernannt wurde. Drei Jahre zuvor war bekannt geworden, dass Iran ein eigenes Atomwaffenprogramm anstrebte. Ahmadinedschad widersetzte sich den Anweisungen des UN-Sicherheitsrats, das Programm sofort einzustellen.

In einer Resolution beschloss der UN-Sicherheitsrat 2006 weitreichende Sanktionen, darunter ein Waffenembargo. Auch die Europäische Union führte Handelssanktionen gegen Teheran ein.

Die iranische Wirtschaft nahm durch die Sanktionen erheblichen Schaden. Trotzdem wurde Ahmadinedschad 2009 wiedergewählt und er beharrte auch weiterhin auf seiner Position. Die Sanktionen verschärften sich daraufhin erneut. Dieses Mal zielten sie auf die Banken und auch auf das Vermögen der Regierungsmitglieder ab.

Die neuen Sanktionen ließen keinen Bereich der iranischen Wirtschaft aus: Den Handel, den Banken- und Finanzsektor, Waffenhgeschäfte, auch das Öl-Embargo blieb weiter bestehen. Auch die EU führte weitreichende Sanktionen ein, darunter das Einfrieren von Vermögen, und ein Verbot von Finanzgeschäften mit dem Iran.

Jedoch verhängten die USA nur einen Tag nach der Aufhebung der Sanktionen neue Strafen gegen den Iran. Grund für die Maßnahmen ist das Raketenprogramm der Islamischen Republik. Iran hatte unlängst Raketentests durchgeführt und damit gegen eine UN-Resolution verstoßen.
Unterdessen erhoffen sich viele Länder einen Aufschwung der Wirtschaftsbeziehungen mit dem Iran.