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Und der Gewinner ist... meistens keine Gewinnerin

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Von Euronews
Und der Gewinner ist... meistens keine Gewinnerin

<p>Es hagelte Kritik und bei Twitter häuften sich vernichtende Kommentare. <a href="http://www.bdangouleme.com/886,tous-les-prix-du-festival">Neun Preise werden beim Comic-Festival von Angoulême (28. bis 31. Januar) vergeben,</a> doch unter den 30 Nominierten für den Preis fürs Lebenswerk befanden sich ausschließlich Männer: Jede Menge Zeichner und Texter, keine einzige Zeichnerin, keine einzige Texterin. Die Veranstalter ruderten zurück und erklärten, auch Comic-Fachfrauen würden noch auf die Nominierungsliste gesetzt werden. Doch da war das Kind schon in den Brunnen gefallen und der Proteststurm nicht mehr einzufangen.</p> <p>Angesichts der vermeintlichen “Wiedergutmachung” gab es abermals wütende Proteste. Zwischenzeitlich drohten Nominierte, um Angoulême einen Bogen zu machen und dem Festival fernzubleiben. Die zweite Reaktion der Organisatoren: Sie begruben die ursprüngliche Kandidatenliste – und den geplanten Nachschlag gleich mit. Stattdessen gibt es gar keine Nominierungen mehr, die Mitglieder des Auswahlkomitees sollen nun ihren Gewinner oder ihre Gewinnerin ohne vorherige “Empfehlung” küren.</p> <blockquote class="twitter-tweet" lang="en"><p lang="fr" dir="ltr">Le Festival d'Angoulême sexiste : la polémique en 7 citations <a href="https://t.co/srYuKqbEJ7">https://t.co/srYuKqbEJ7</a> <a href="https://t.co/Xl9wUeLgvk">pic.twitter.com/Xl9wUeLgvk</a></p>— Danièle Alet (@DanieleAlet) <a href="https://twitter.com/DanieleAlet/status/685587055242514433">January 8, 2016</a></blockquote> <script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script> <p>Rund sechs Prozent der Preisträger beim den Comic-Festspielen von Angoulême sind weiblich. Doch wie sieht es eigentlich bei anderen bekannten Preisen aus? Beim Regie-Oscar etwa? Wie oft gewinnen Architektinnen prozentual gesehen den renommierten Pritzker-Preis?</p> <script id="infogram_0_women_in_international_prizes5" title="Women in international prizes" src="//e.infogr.am/js/embed.js?uuQ" type="text/javascript"></script> <p>Die Laureus-Preisträger für das sportliche Lebenswerk sind statistisch zu 8,33 Prozent weiblich. Im Klartext heißt das: Elf Sportler wurden seit dem Jahr 2000 ausgezeichnet – und eine Frau, die marokkanische Läuferin Nawal El Moutawakel nämlich, die 1984 Olympiasiegerin über 400 Meter Hürden wurde.</p> <p>Der Grammy für das beste Album ging bislang zu 37,21 Prozent an Sängerinnen: Die erste war Judy Garland 1962, die bislang letzte Adele vor vier Jahren.</p> <p>Der Oscar gilt als wichtigster Preis der Filmwelt. Wer als Regisseur die Goldtrophäe in die Hand gedrückt bekommt, hat’s geschafft und gehört (wenigstens medial) zu den Großen seiner Zunft – und ihrer Zunft natürlich auch. Kathryn Bigelow ist die bisher einzige Gewinnerin des Regie-Oscars: 2010 war das, ihr Siegerfilm hieß Tödliches Kommando – The Hurt Locker.</p> <blockquote class="twitter-tweet" lang="en"><p lang="es" dir="ltr">27 de noviembre de 1952: nace Kathryn Bigelow, cineasta estadounidense, primera mujer ganadora del Óscar a Mejor… <a href="https://t.co/bqkjmZLSV3">https://t.co/bqkjmZLSV3</a></p>— Maubert Ávila (@Maubertvila) <a href="https://twitter.com/Maubertvila/status/670322507321352192">November 27, 2015</a></blockquote> <script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>