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Geht den IS-Dschihadisten jetzt das Geld aus?

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Von Kirsten Ripper
Geht den IS-Dschihadisten jetzt das Geld aus?

<p>Schon seit Tagen macht die Nachricht die Runde, die <span class="caps">ISIL</span>-Führung habe den Kämpfern den Sold um die Hälfte zusammengestrichen. Die Quelle für diese Meldung ist die <a href="http://www.syriahr.com/en/">Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte</a> in London. Der Sold der Syrer, die für <span class="caps">ISIL</span> kämpfen sei laut einer offiziellen Verlautbarung auf 200 Dollar pro Monat, der der ausländischen Dschihadisten auf 400 Dollar pro Monat gekürzt worden.</p> <p>Die Essensverteilungen würden aber aufrecht erhalten, heißt es in der <span class="caps">ISIL</span>-Verlautbarung weiter.</p> <p><em>Aleppo 24 berichtet ebenfalls über die außergewöhnliche Maßnahme im sogenannten Kalifat:</em> <blockquote class="twitter-tweet" lang="es"><p lang="en" dir="ltr"><a href="https://twitter.com/hashtag/ISIS?src=hash">#ISIS</a> lowers fighters salaries to half because the “exceptional circumstances in the Islamic state.” <br /> <a href="https://twitter.com/hashtag/Aleppo24?src=hash">#Aleppo24</a> <a href="https://t.co/t014ZUK5QH">pic.twitter.com/t014ZUK5QH</a></p>— Aleppo24 (@24Aleppo) <a href="https://twitter.com/24Aleppo/status/688415635823562752">enero 16, 2016</a></blockquote> <script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p> <p>Im Westen gehen Experten davon aus, die Luftschläge der Anti-IS-Koalition gegen die von den Dschihadisten kontrollierten Ölanlagen seien der Grund für die Finanzkrise der Islamisten.</p> <p>Als Haupteinnahmequelle von <span class="caps">ISIL</span> gelten schon lange <a href="http://de.euronews.com/2014/09/26/isil-reich-durch-oel-schutzgelder-und-spenden/">Öl, Schutzgelder und Spenden</a>.</p> <p>Viele Bewohner von Mosul sind auch deshalb geflohen, weil sie die von den Dschihadisten geforderten mafiaartigen Schutzgelder nicht mehr bezahlen konnten. <br /> Zudem versuchen mehrere Staaten wie Saudi-Arabien, Spenden an <span class="caps">ISIL</span> mehr und mehr zu verhindern.</p> <p>Doch sind die “goldenen Zeiten”, in denen von <a href="http://de.euronews.com/2015/06/24/terrormiliz-is-praegt-eigene-muenzen/">eigenen Münzen der Terrororganisation berichtet wurde</a>, nun vorüber?</p> <p>In den US-Medien sehen einige auf den Bildern von Luftschlägen, die laut Pentagon eine Bank der Islamisten in Mosul getroffen haben, sogar “brennendes Geld davonfliegen”.</p> <blockquote class="twitter-tweet" lang="en"><p lang="en" dir="ltr">Video Of Pentagon’s Bombing Of <span class="caps">ISIS</span> Bank Literally Shows Clouds Of Burning Money In The Air <a href="https://t.co/W7pEyhr6of">https://t.co/W7pEyhr6of</a> <a href="https://t.co/Yrxp7lF6eT">pic.twitter.com/Yrxp7lF6eT</a></p>— The Daily Caller (@DailyCaller) <a href="https://twitter.com/DailyCaller/status/689268979270029312">January 19, 2016</a></blockquote> <script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script> <p>Auch soll der <a href="http://de.euronews.com/2015/12/10/kampf-gegen-den-terror-is-finanzchef-getoetet/">IS-Finanzchef im Dezember getötet worden sein</a>.</p> <p>Zwar war schon seit Jahren bekannt, dass in Mosul, <a href="http://de.euronews.com/2014/09/27/leid-der-jesiden-frauen-und-madchen-von-dschihadisten-missbraucht/">entführte Frauen als Sexsklavinnen gehalten werden</a>, doch jetzt mehren sich erneut die grausamen Berichte.</p> <p><a href="http://news.nationalpost.com/news/world/israel-middle-east/its-a-criminal-gang-pretending-to-be-a-state-discontent-grows-in-isis-caliphate-as-oil-money-dries-up">Es ist eine Gangstertruppe, die so tut, als sei sie ein Staat</a> – mit diesem Titel zitiert die Nachrichtenagentur <span class="caps">APTN</span> Augenzeugen, die der Gewalt der IS-Dschihadisten entkommen konnten. Die Augenzeugen erzählen von wachsender Unzufriedenheit in den von <span class="caps">ISIL</span> kontrollierten Gebieten sowie von <a href="http://de.euronews.com/2016/01/20/syrien-isil-laesst-zahlreiche-gefangene-frei/">Massakern und Folter</a>.</p>