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Unsere Meere vermüllen: 2050 mehr Plastik als Fische in den Ozeanen

Sie kennt die Ozeane wie ihre Westentasche. Die Britin Ellen MacArthur umsegelte den Globus, stellte Weltrekorde auf. Das Wettkampfsegeln hat sie

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Unsere Meere vermüllen: 2050 mehr Plastik als Fische in den Ozeanen

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Sie kennt die Ozeane wie ihre Westentasche. Die Britin Ellen MacArthur umsegelte den Globus, stellte Weltrekorde auf. Das Wettkampfsegeln hat sie aufgegeben, nicht aber ihren Kampf für eine saubere Umwelt. Denn was sie während ihrer Fahrten über die Meere gesehen hat, war nicht nur Wasser, sondern erschreckend viel Plastikmüll.

Meinung

Bald mehr Plastik als Fische in den Meeren.

Derzeit werden mehr als 300 Millionen Tonnen Plastik pro Jahr hergestellt. Die Menge könnte sich bis zum Jahr 2050 mehr als verdreifachen. Pro Jahr landen derzeit acht Millionen Tonnen Plastikmüll im Meer, das entspricht einer Müllwagenladung pro Minute, die in die Ozeane gekippt wird.

MacArthur kämpft auch beim Weltwirtschaftsforum in Davos für ihr Anliegen, die Meere wieder sauber zu machen. “Wenn wir das System umkrempeln können, wenn wir uns auf bestimmte Materialien einigen, mit den richtigen Leuten sprechen, mit Politiker zusammenarbeiten, wenn wir neue Technologien entwickeln und die Wirtschaft und Statistiken verbessern, dann können wir es schaffen, diese Plastikwirtschaft komplett zu verändern.”


Plastik im Meer from OceanCare on Vimeo.

Ein Bericht, der jetzt in Davos vorgestellt wurde, fordert zu einem radikalen Wandel auf und bemerkt: nur ein geringer Teil des Plastiks wird tatsächlich recyclet. 40 Prozent landet auf Müllhalden, der überwiegende Rest in der Umwelt, wie zum Beispiel den Ozeanen.

euronews-Reporterin Isabelle Kumar: “Die Botschaft an die Entscheidungsträger hier ist klar: Wenn Ihr jetzt nicht handelt, wird es im Jahr 2050 in den Meeren mehr Plastik als Fische geben.”

Stiftung MacArthurs
Bericht der Stiftung