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Somalia: Mindestens 17 Tote bei Anschlägen in Mogadischu

Die somalische Hauptstadt Mogadischu ist erneut zum Angriffsziel von Terroristen geworden. Bei zwei Anschlägen kamen mindestens siebzehn Menschen ums

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Somalia: Mindestens 17 Tote bei Anschlägen in Mogadischu

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Die somalische Hauptstadt Mogadischu ist erneut zum Angriffsziel von Terroristen geworden. Bei zwei Anschlägen kamen mindestens siebzehn Menschen ums Leben.

Ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug hatte nach Polizeiangaben ein Hotel gerammt, danach stürmten bewaffnete Kämpfer das Gebäude und schossen auf die Menschen. Regierungssoldaten lieferten sich ein Feuergefecht mit den Angreifern. Eine weitere Explosion soll es in einem nahegelegen Restaurant gegeben haben, vermutlich handelt es sich um einen Selbstmordanschlag.

Beliebtes Ausflugsziel

Die Terrorattacken passierten nahe des Lido-Strandes in Mogadischu. Der Strand ist in den vergangenen Jahren zu einem beliebten Ausflugsziel geworden. Die Menschen kommen zum Baden und um sich zu amüsieren, ein Ausnahmeort in einem Land, das seit Jahren unter Kriegen zwischen Clans und der Herrschaft von radikalen Gruppen leidet. Der Strand ist aber auch ein Treffpunkt der somalischen Oberschicht. Unternehmer und Regierungsvertreter verbringen hier ihre Zeit.


Der Lido in Mogadischu

Nach den Anschlägen ist die Lage unübersichtlich. In dem Hotel war der Strom ausgefallen. Rettungskräfte beklagen, dass sie in dem Chaos kaum zwischen Anschlagsopfern, Sicherheitskräften und Attentätern unterscheiden konnten.

Ob unter den Toten auch die Täter sind, ist unklar. Bekannt hat sich zu dem Anschlag die radikalislamische Al-Shabaab-Miliz. Die Gruppierung war vor fünf Jahren aus der Hauptstadt vertrieben worden. Sie kontrolliert aber weiterhin große Teile Mittel- und Südsomalias.